Einnahmen aus Gemeinde-Steuern

Einnahmen erhält die Gemeinde vor allem aus der Ge­werbe­steuer, den Grund­steuern A und B, der Hunde­steuer und der Ver­gnügungs­steuer. Die Höhe dieser Steuern kann die Gemeinde per Satzung selbst be­ein­flussen. Wei­tere Ein­nah­men fließen Henstedt-Ulzburg aus den Ver­bund­steuern zu, das sind An­teile an der Ein­kommen­steuer und der Um­satz­steuer.

Neben der absoluten Höhe der Hebe­sätze ist es ent­scheidend, wie oft die Hebe­sätze in einer Ge­mein­de an­ge­ho­ben wur­den und um wie viele Prozent­punkte die Sätze gestiegen sind. Für Henstedt-Ulzburg ergibt sich folgende Historie

  • 1962180%

    Grundsteuer A

  • 1962200%

    Grundsteuer B

  • 1962275%

    € Gewerbesteuer

  • 1994230%

    Grundsteuer A

  • 1994250%

    Grundsteuer B

  • 1994300%

    € Gewerbesteuer

  • 2002260%

    Grundsteuer A

  • 2002275%

    Grundsteuer B

  • 2002310%

    € Gewerbesteuer

Abbildung: Entwicklung der Hebesätze der kommunalen Steuern in Henstedt-Ulzburg seit 1962

Grundsteuer A: Landwirtschaft

In 2014 werden für 187 land- und forst­wirtschaft­liche Flächen etwa 46.500 € Grund­steuer A bezahlt. Der von der Ge­meinde fest­gelegt Hebe­satz soll un­ver­ändert 260% be­tragen. Dieser Faktor wird mit einem vom Finanz­amt fest­geleg­ten Grund­stücks­wert multi­pliziert, dem Grund­steuer­mess­be­trag, um die Höhe der Grund­steuer zu er­mitteln.

Grundsteuer B: Flächen für Wohnungen

In 2014 wird Henstedt-Ulzburg etwa 3.000.000 € Grund­steuer B für 10.768 Wohn­grund­stücke ein­neh­men. Für die Grund­stücke und Ge­bäude be­rech­net das Finanz­amt jeweils die Grund­steuer­mess­zahl. Diese wird von der Gemeinde mit dem Hebe­satz von 275% multi­pliziert und so wird die jährliche Grund­steuer er­mittelt.

Gewerbesteuer

Die Gewerbesteuer ist eine wichtige Ein­nahme­quelle für Henstedt-Ulzburg. Die Höhe der Ein­nah­men hier­aus hängt von der wirt­schaft­lichen Ent­wicklung ab. Über den Hebe­satz kann die Ge­meinde außer­dem die Höhe der Gewerbe­steuer be­einflussen. Für 2014 wird mit rund 12.000.000 € Ein­nahmen gerechnet.

Derzeit sind 1.686 Betriebe in der Gemeinde angesiedelt, die Ge­werbe­steuer zahlen, wenn ihr Gewinn hoch genug ist. Freie Berufe wie Ärzte oder Rechts­an­wälte müssen keine Ge­werbe­steuer zahlen. Die Höhe der Ge­werbe­steuer eines Be­triebes wird er­rechnet, indem der vom Finanz­amt fest­ge­legte Steuer­mess­be­trag mit dem Hebe­satz der Ge­meinde multi­pliziert wird.

Seit vielen Jahren beträgt der Hebesatz in Henstedt-Ulzburg 310%. Dies ist der unterste Satz, um Ein­bußen bei Zu­wei­sungen des Landes aus dem kommunalen Finanz­aus­gleich zu vermeiden. Der Hebe­satz ent­spricht dem vor­ge­gebenen Mindest­hebe­satz des Landes.

Hundesteuer

Mit der Hundesteuer wird das Halten von Hunden besteuert. 1.834 Hunde sind in der Ge­meinde steuer­lich er­fasst. Die Hunde­steuer beträgt für den ersten Hund jährlich 60 €. Dies führt zu rund 111.000 € Ein­nahmen.

Vergnügungssteuer

Die Vergnügungssteuer betrifft Spiel­hallen oder Gast­stätten, die Spiel­automaten be­treiben. In Henstedt-Ulzburg zahlen 13 Spiel­hallen­be­treiber und Gastro­nomen rund 250.000 €. Spiel­geräte mit Ge­winn­möglich­keit werden in Henstedt-Ulzburg mit 10 % der elek­tronisch er­mittelten Ein­nahmen (Brutto­kasse) be­steuert. Spiel­geräte ohne Ge­winn­mög­lich­keit werden je nach Gerät mit 80 bis 260 EUR monat­lich be­steuert.