Abschließbare Fahrrad-Gitterboxen an den AKN-Bahnhöfen aufstellen

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Für Henstedt-Ulzburg ist der Vorschlag: 
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Vielfach werden Zweitfahrräder ("alte Gurken") benutzt, da die Gefahr der Beschädigung oder gar der Verlust durch Diebstahl für höherwertige Fahrräder recht hoch ist. In den allermeisten Umgebungs-Kommunen wurden deshalb mit großen Erfolg abschließbare Fahrrad-Gitterboxen geschaffen. Teils in Verwaltung der Kommunen und teils privatwirtschaftlich betrieben. So etwas wäre für unsere Gemeinde für mich absolut notwendig und überfällig.

Und wenn die AKN sich ziert, dafür Platz auf den Bahnhofsgelände zur Verfügung zu stellen, dann sehe ich die Gemeinde in der Pflicht in der näheren Umgebung dafür eine Fläche zur Verfügung zu stellen.

Die Ausgaben für Radfahrer sind ohnehin recht übersichtlich (zustand der Radwege / Ausbau des Wegenetzes). Und bei privatwirtschaftlichem Betrieb entstünden auch keine weiteren großen Belastungen in der Verwaltung.

Mit solchen vermietbaren und abschließbaren Boxen ist die Gefahr der Beschädigung und des Diebstahls deutlich vermindert, und engagierte Radfahrer könnten auch Ihre guten Stücke verwenden. Der innerörtliche PKW-Verkehr würde etwas gemindert und auch die Parkplatzsituation. Zwar nicht viel, aber irgendwo muss es einen Anfang geben.

Die Erfahrungen der Umland-Kommunen zeigen, dass es hierfür sehr Wohl einen Markt gibt und bereits Wartelisten. Ich kann mir diesbezüglich auch ein gemeinsames Projekt vorstellen, quasi eine Genossenschaft oder zumindest ähnlich - eine Art Nachbarschafts-/ Bewegungs-Initiative. Aber nur parallel zu den anderen Möglichkeiten. Deshalb beantrage ich auch Mittel dafür aus dem Topf der Bürgerprojekte.

Beantragte Mittel bei Bürgerprojekten: 
3 000 €
Stellungnahme der Verwaltung: 

Im Bürgerhaushalt 2014 in Henstedt-Ulzburg wird angeregt, abschließbare Fahrradgitterboxen an den AKN-Bahnhöfen der Gemeinde aufzustellen, um dem Diebstahl und der Beschädigung der Fahrräder im Zuge von Vandalismus entgegenzuwirken.

Am 30.03.2012 stellte die BFB-Fraktion den Antrag, die Verwaltung zu beauftragen, die Möglichkeiten zur Aufstellung von abschließbaren Fahrradboxen an den AKN-Bahnhöfen der Gemeinde zu prüfen und die Ergebnisse dem Umwelt- und Planungsausschuss zur weiteren Abstimmung vorzulegen. Diesem Antrag wurde durch den Umwelt- und Planungsausschuss am 23.04.2012 zugestimmt.

Nach intensiven Nachforschungen und einer Betrachtung der örtlichen Gegebenheiten in Zusammenarbeit mit der Bauverwaltung der AKN Eisenbahn GmbH wurde der Umwelt- und Planungsausschuss mit Stellungnahme der Verwaltung vom 11.07.2013 über die Ergebnisse der eingehenden Prüfung des Sachverhaltes unterrichtet. Die Stellungnahme befindet sich im Anhang.

Die Verwaltung kommt darin zu dem Schluss, dass an den Bahnhöfen die zur Umsetzung des Vorhabens benötigten Flächen nicht verfügbar sind.

Bahnhof Hamburger Straße
Die freien Flächen vor den Brüstungsmauern des Bahnhofes an der Hamburger Straße stehen für die gewünschte Nutzung nicht zur Verfügung, da die AKN Eisenbahn AG einen Mindestabstand von einem Meter zwischen Brüstung und Fahrradboxen fordert.

Dabei geht es darum, einerseits einer erhöhten Absturzgefahr entgegenzuwirken und andererseits den Zugang für die Unterhaltung und Reinigung der Brüstungsanlage zu gewährleisten.

Unter Einhaltung dieser Prämisse wäre das sichere Rangieren der Fahrräder vor den Boxen, ohne Beeinträchtigung des Verkehrs auf dem Fahrradweg auf Seiten der Hamburger Straße und des Taxenbetriebes auf der gegenüberliegenden Seite, nicht mehr möglich. Hier wäre mit erhöhter Unfallgefahr zu rechnen.

Haltestelle Ulzburg-Süd
Die Flächen am Bahnhof Ulzburg-Süd sind bereits mit offenen Fahrradständern belegt. Die Möglichkeit, die bestehenden Ständer zu entfernen und durch abschließbare Fahrradboxen zu ersetzen, erübrigt sich bei Betrachtung der Nutzungsintensität der Vorrichtungen. Würde man einen Austausch vornehmen, würde die Kapazität an Abstellmöglichkeiten erheblich vermindert, sodass der Gesamtbedarf nicht mehr gedeckt werden könnte.

Haltestelle Meeschensee
Die gleiche Problematik macht eine Umsetzung des Vorschlages am AKN-Bahnhof Meeschensee derzeit nicht praktikabel.

Abschließend wurde im Verwaltungsbericht darauf hingewiesen, dass es notwendig wird geeignete Flächen neu zu schaffen. Hierfür ist es erforderlich, geeignete Bereiche im Umfeld der Haltestellen und des Bahnhofs Ulzburg ausfindig zu machen und ggfs. mit den Eigentümern solcher Grundstücke in Kontakt zu treten. Solche Bemühungen finden zur Zeit im Falle der Haltestelle Meeschensee statt.

Wenn die direkte Umgebung der Bahnhöfe keine Möglichkeit zur Aufstellung der Fahrradboxen bietet, ist zu überlegen, welche Entfernung zwischen Fahrradboxen und Bahnhöfen den Radfahrern zuzumuten ist und das Prüfungsgebiet entsprechend zu erweitern. In diesem Zusammenhang sind die Vorschläge und Kommentare der Bürgerinnen und Bürger in Bezug auf den Vorschlag zum Bürgerhaushalt zu prüfen.

Beschlussvorschlag:
Der Umwelt- und Planungsausschuss beauftragt die Verwaltung, die Suche nach geeigneten Flächen für die Aufstellung von sicheren Fahrradboxen auf die nähere Umgebung der AKN-Bahnhöfe auszuweiten und im Zuge dessen die Vorschläge der Bürgerinnen und Bürger zu prüfen. Das Prüfergebnis ist dem Umwelt- und Planungsausschuss zur erneuten Beratung vorzulegen.

Status: 
wird geprüft

Kommentare

Solche Boxen wären klasse. Will man damit aber wirklich größere Entlastungseffekte erzielen, werden die wohl schon wegen dem Platzbedarf nicht reichen, dann wäre sowas hier wohl passender: http://www.radstation-elmshorn.de/
oder http://www.fahrradstation-hh.de/, auch in Tornesch gibt sowas, dort ist wohl das ähnlichste Klientel zu H-U gegeben.
Mit Fahrradwerkstatt, Laden etc., mit Zugangskontrolle. Wie im normalen Autoparkhaus: Wenn jemand Zugang hat, kann er auch fremde Fahrräder beschädigen, aber es zählt als sichere Unterbringung für die Hausratversicherung und man kann es dank Kameraüberwachung nachvollziehen. Sicherlich sollte man Zugangs-Chipkarten machen, denen eine identifizierte Person zuzuordnen ist und die die Karte nicht verleihen darf (oder sonst eben selbst für Leute haftet, die damit reingekommen sind und randaliert haben).

Die Frage ist, warum wird beschädigt oder geklaut? Je erfolgreicher das zugrunde liegende Problem bekämpft wird, desto geringer fallen auch die Folgekosten aus.
Obiger Vorschlag sind reine Folgekosten, die noch nicht einmal Lösungsansätze bieten, um das Grundproblem zu bekämpfen.

Erwiderung auf den Kommentar von "Lindgren":
Die Bekämpfung des Grundproblems, warum überhaupt gestohlen und beschädigt wird, ist hier wohl nicht Thema. Diese gigantische Aufgabe unter Einbeziehung aller Faktoren (Erziehung, Rechtssystem, Sozialsystem, Wertesystem, sozialpolitischer Umstände usw.) wird ja weltweit seit Jahrzehnten -leider vergeblich- verfolgt. Aus unserer lokalen Sicht bleibt uns da wohl nur die Beschäftigung mit den Symptomen. Insofern soll der Vorschlag auch gar nicht das/die Grundproblem/e angehen.

Und das mit den "reinen Folgekosten" stimmt so auch nicht. Die Fahrradboxen werden - wie an den anderen Standorten auch schon praktiziert - kostenpflichtig an die Mieter abgegeben. Dies wird allgemein akzeptiert und es finden sich anderenoprts genug Mieter, die bereit sind, dafür einen Obolus zu entrichten. Die Miete soll die Abschreibung und den Kapitaldienst sowie Unterhalt der Boxen decken. Also nix mit Folgenkosten zu Lasten der Gemeinde. Ansonsten würde so ein Modell ja auch nicht anderenorts von gewerblichen Anbietern durchgeführt. Allenfalls die Zurverfügungstellung einer geeigneten Fläche (ggf. sogar gegen Pacht) wäre ein Ding der Gemeinde. Also eher kostenneutral wie denn Ausgabe. Die Realisierung wäre ggf, kurzfristig möglich und würde die Nutzung des ÖPNV unterstützen. Zudem wird der gesunde Trend zu mehr Bewegung und Radfahren unterstützt.

Ganz unrecht haben Sie, lieber Moorlander, nicht.
Es gibt aber leider nicht nur ein Platzproblem, sondern obendrein wird wahrscheinlich der Verwaltung für ein solches Projekte die "Puste" fehlen.

Wenn nicht in kommunaler Verwaltung dann wären ja noch die privatwirtschaftliche Beteibung durch eine Selbständigen (mit oder ohne angeschlossene Reparatur), eine Mietstationenkette oder in Selbstverwaltung eines Vereins/einer Genossenschaft. Möglichkeiten gibt es genug. Nur der Wille und ein Plätzchen sind Voraussetzung. Am wichtigsten ist das Plätzchen, ohne das geht nichts. Und hier ist die Verwaltung / der Haushalt initial gefordert ( hoffentlich :-) ). Hier im Ort wird ja gerne jedes Fleckchen mit Wohnungen, Büros und Läden bebaut. Da sollte es doch ein paar Quadratmeter auch für so ein Gemeinschaftliches Projekt geben. Wir können ja wunschdenken, das jemand was hergibt. Aber Ankauf oder Umwidmung sind wohl realistischer.

Ja, natürlich, da gebe ich Ihnen recht. Aber nach wie vor: wo ist der Platz rund um den Ulzburger Bahnhof? Die B-Pläne wurden schon vor Jahren auf Grundstückseigentümer und Investoren einparteilich abgestimmt.
Luft zum Atmen? Gibts in Ulzburg-Mitte (leider) nicht mehr!

Platz ist da. Ggf. wird er zur Zeit anderweitig genutzt. Ggf. in angrenzenden Räumen (auch Radfahrern sind ein paar Meter zu Fuss zuzumuten). Ggf. muss er geschaffen werden. Dafür gibt es ja Verwaltung und Politik. Das gilt es nicht im vornherein negativ zu reden - ansonsten gäbe es ja fast kein Vorschlagspotential.

Was ist mit den Randstreifen in angrenzenden Gebieten?
Was mit der Reihe der jetzt existenten offenen Fahrradständer - lässt sich die verlängern oder auch verkürzen zu Gunsten einer Reihe von abschliessbaren Einheiten?
Was ist mit dem "Marktplatz" - nicht nur P für KFZ (2-3 Stellplätze umwandeln)?
Auf dem Marktplatz gibt es noch das mittlere verschmuddelte Häuschen, was zur Zeit wohl ausschließlich zum Dauer-Abhängen, Alkoholkonsum und Urinieren genutzt wird (älteren Menschen oder auf Anschlußverbindungen wartenden Mitbürger sind mir da noch nicht aufgefallen) - ggf. ist das auch umzuwidmen?
Was ist mit den beiden

Fortsetzung vorheriger Beitrag:

Was ist mit den beiden Fahrradständen um die alte Gemeindeverwaltung (neben der Eisdiele und hinter dem Gebäude) - könnten doch einfach nur von "offen" in "geschlossen" umgewandelt werden?

Also, es gibt das schon bei schneller Betrachtung schon die Möglichkeiten und die sind gar nicht schlecht!

Mein Rad wurde zwischen Do 5.12 8:30 und So 8.12 11:30 am Bahnhof Ulzburg Süd geklaut.
Nach 2 mal Vandalismus, Ersatzrad geklaut, etliche kleine Diebstähle (Licht, Sattelschutz,etc.)...
Traurige Bilanz nach 3 Jahren Henstedt-Ulzburg mit Rad :(

Polizei meint, an Bahnhöfen kommt das öfter vor, eben nicht über Nacht abstellen. Bei dem Sturm Donnerstag war das nur leider nicht möglich.

Bitte dringend etwas mit z.B. diesem Vorschlag etwas tun!
Das macht echt keinen Spaß, schlechte Busverbindungen, Verkehrslage, P&R max. Ausgelastet... Unmobil in H-U...