Mehr Freizeiteinrichtungen für Jugendliche schaffen

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Für Henstedt-Ulzburg ist der Vorschlag: 
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Für ein familienfreundliches Henstedt-Ulzburg sollte man Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren eine größere Auswahl an Freizeitaktivitäten bieten, zum Beispiel ein Kino oder eine Schlittschuhbahn.

Auch sollte man die Jugendtreffs auf dem Rhen und die Tonne attraktiver machen, indem man zum Beispiel jüngere, engagiertere Betreuer anstellt.

Stellungnahme der Verwaltung: 

Im Rahmen des öffentlichen Dialogs zum Bürgerhaushalt wurde unter der laufenden Nr. 470 vorgeschlagen, Jugendlichen im Alter von 12 - 17 Jahren eine größere Auswahl an Freizeit­aktivitäten zu bieten. Als Beispiele wurden ein Kino und eine Schlittschuhbahn genannt. Au­ßerdem sollen die Jugendtreffs in Ulzburg und auf dem Rhen attraktiver gemacht werden.

Zur Zeit betreibt die Gemeinde Henstedt-Ulzburg die offene Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) mit den beiden oben genannten Freizeiteinrichtungen in eigener Trägerschaft. In den Jahren 2012 und 2013 wurde mehrfach über den Prüfauftrag zur Übernahme der offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) durch einen freien Träger (gemeinsamer Antrag der BFB-, FDP-, SPD- und WHU-Fraktion) beraten. Im Frühjahr 2013 wurde ein neues Konzept erstellt, welches im Kinder- und Jugendausschuss am 03.09.2013 vorgestellt wurde. Am 17.12.2013 (VO/2012/0139-1-5 und 0139-1-5-1) hat die Gemeindevertretung jedoch beschlossen, die OKJA auf einen freien Träger zu übertragen.

Das oben genannte Verfahren zur Trägersuche ist angelaufen. Ob und wie ein neuer Träger die Arbeit und die Freizeiteinrichtungen Jugendforum Tonne und Jugendforum Rhen zukünftig gestal­tet, bleibt abzuwarten.

Die Anregung, z.B. ein Kino und eine Schlittschuhbahn in Henstedt-Ulzburg einzurichten, ist aus früheren Umfragen des Kommunalen Rates für Kriminalitätsverhütung (1991/1992) und der Gemeinde (2012) zum Freizeitverhalten von Kindern und Jugendlichen bekannt.

Die Gemeinde verfügt außer den beiden oben genannten Jugendfreizeiteinrichtungen über diverse Spiel- und Bolz- und Streetballflächen, eine Skateranlage, ein Freibad, zwei Minigolfplätze sowie vielfältige Sportanlagen. Die ehemalige Skateranlage im Bürgerpark (Zugang von Am Park / Olivastraße) wurde vor einigen Jahren so hergerichtet, dass bei dauerhaftem Frost diese mit Wasser gefüllt und zum Schlittschuh laufen genutzt werden kann.

Eine größere Schlittschuhbahn (Halle oder Platz mit Frostanlage) oder ein Kino kann die Gemeinde selbst nicht betreiben. Durch die Fun Arena im Gewerbepark Nord wurde das Freizeitangebot bereits erweitert. Auch die anderen Wünsche könnten nur über gewerbliche Anbieter erfüllt werden.

Die Verwaltung (insbesondere Stabsstelle „Wirtschaftsförderung und Ortsmarketing“) wird diese Anregung bzw. diese Wünsche in Gesprächen mit Gewerbetreibenden sowie der HHG weitergeben

Beschlussvorschlag:
Die Anregung Nr. 470 zum Bürgerhaushalt 2014 zur Verschönerung der Ju­gendforen Tonne und Rhen in Eigenleistung von Jugendlichen mit Sachmitteln der Gemeinde wird zur Zeit aufgrund der Beschlusslage zur Übertragung der OKJA nicht wei­terverfolgt. Der zukünftige Träger wird hierüber informiert. (VO/2014/0055)

http://www.henstedt-ulzburg.sitzung-online.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1928

Kinder- und Jugendausschuss (08.10.2014)

Beschluss: Der Kinder- und Jugendausschuss nimmt die Auffassung der Kinder- und Jugendvertretung zu Vor­schlag Nr. 470 (Rang 78) zum Bürgerhaushalt 2014 zur Kenntnis.
 
Es ist zur Zeit kein Handlungsbedarf zur Schaffung von mehr Freizeiteinrichtungen durch die Gemeinde erkennbar.
 
Sofern die vom Träger der offenen Kinder- und Jugendarbeit geplante Befragung von Kindern und Jugendlichen neue Erkenntnisse bringt, wird die Verwaltung zunächst die Kinder- und Jugendver­tretung darüber informieren. Es ist dann zu entscheiden, ob und in welcher Form ggf. ein neuer Freizeitführer erstellt wird.
Herr Matthis war zum Zeitpunkt der Beschlussfassung nicht anwesend.

http://www.henstedt-ulzburg.sitzung-online.de/bi/to020.asp?TOLFDNR=8858

Status: 
abgelehnt

Kommentare

Freizeitaktivitäten sind oft auch eine Frage des Geldbeutels und der Mode (was ist gerade hip und so). Da sehe ich die Gemeinde weniger in der Pflicht.

Die Jugendtreffs und die dafür aufgewendeten mehreren hunderttausend Euro pro Jahr sollten aber auf jeden fall effektiver eingesetzt werden. Wir müssten mit dem Geld mehr Jugendliche erreichen. Ggf. sind die vorhandenen Konzepte auch überholt und müssen grundsätzlich überdacht werden. Das würde dann bei dem eingesetzten Personal nicht halt machen.

Es gibt hier eine "Aktion", welche (bei entsprechenden Temperaturen) eine Schlittschuhbahn im Bürgerpark unterstützt. Schau doch einmal dort nach.
Ein Kino ist nicht rentabel, da unter anderem das kleine Beluga Kino in der Nähe ist, ganz abgesehen von den Kinos in Hamburg oder Norderstedt etc.

Momentan gibt es eine starke Debatte um die Jugendarbeit in der Gemeinde (siehe Ulzburger Nachrichten).