Stromsparen bei der Straßenbeleuchtung

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Für Henstedt-Ulzburg ist der Vorschlag: 
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Vor einigen Jahren hat Henstedt-Ulzburg die Bestandteile der Straßenbeleuchtung an die e-on verkauft - seitdem bestimmt dieser Energiekonzern weitgehend,"wo und wie den Bürgern hier ein Licht aufgeht!"

Ich plädiere dafür, eine Bestandsaufnahme des Beleuchtungsnetzes vorzunehmen mit dem Ziel festzustellen, an welchen Lichtpunkten mit weniger Watt eine ausreichende Beleuchtung erreicht werden kann. Zum Beispiel könnten die Leuchtmittel entlang der Norderstedter Straße zwischen Henstedt und Rhen von 36 auf 24 Watt reduziert werden oder in Wohn- und Anliegerstraßen statt 24 Watt 18 Watt Leuchten verwendet werden.

Es gilt auch, veraltete Lampen zügig gegen moderne, energie-effiziente Modelle auszutauschen. Im Dialog mit e-on sollten die Sparpotentiale ermittelt und der laufende Vertrag entsprechend angepasst werden.

Stellungnahme der Verwaltung: 

Mit ihrem/seinem Vorschlag plädiert die/der Bürger/in dafür, eine Bestandsaufnahme des Beleuchtungsnetzes vorzunehmen. Ziel soll es sein, festzustellen, an welchen Lichtpunkten mit weniger Watt eine ausreichende Beleuchtung erreicht werden kann. Zum Beispiel könn­ten die Leuchtmittel entlang der Norderstedter Straße zwischen Henstedt und Rhen von 36 auf 24 Watt reduziert werden oder in Wohn- und Anliegerstraßen statt 24 Watt 18 Watt Leuchten verwendet werden.

Es gilt auch, veraltete Lampen zügig gegen moderne, energie-effiziente Modelle auszu­tauschen. Im Dialog mit e-on sollten die Sparpotentiale ermittelt und der laufende Vertrag entsprechend angepasst werden.

Zu diesem Vorschlag ist anzumerken, dass die Mastabstände der Straßenbeleuchtung so ausgelegt/berechnet sind, dass unter Berücksichtigung der jeweiligen Leuchtstärke der Lam­pen (Wattzahl) eine auskömmliche Ausleuchtung der Straße, des Fußweges etc. gewähr­leistet ist. Eine Reduzierung der Wattleistung der Leuchten verringert die Ausleuchtung. Von daher sollte die vorgeschlagene Verringerung entlang der Norderstedter Straße sowie in den Wohn- und Anliegerstraßen nicht erfolgen.

Gleichwohl erfolgt ein Austausch der herkömmlichen Leuchtmittel gegen energiesparende Leuchten. Es wird diesbezüglich auf die Vorlage VO/2014/0086 zu Vorschlag „Nr. 451 – Energiekosten bei der Straßenbeleuchtung senken“ verwiesen.

Ein Austausch aller Leuchten ist allerdings vertraglich nicht vorgesehen und damit auch nicht in dem von der Gemeinde zu zahlenden Preis enthalten.
Bei einer Umsetzung des Vorschlages ist zu berücksichtigen, dass es nicht nur damit getan wäre, das „alte“ Leuchtmittel gegen eine energiesparende Lampe auszutauschen. Vielmehr müsste jeweils der gesamte Leuchtenkopf ersetzt werden, um durch modernere (Spiegel-) Technik eine gleichbleibende Ausleuchtung sicher zu stellen. Dem Verlangen der Gemeinde, an Stromeinsparungen zu partizipieren, würde daher sicherlich die Forderung nach einer Beteiligung, wenn nicht sogar Übernahme der aus der (nicht vertraglich vereinbarten und zusätzlichen) Umrüstung entstehenden Investitions­kosten entgegenstehen.

Insgesamt sieht der Vertrag mit der Betreiberin der Straßenbeleuchtung eine verbrauchsun­abhängige Pauschale für den Betrieb, die Unterhaltung und Instandsetzung sowie die teil­weise Erneuerung der Straßenbeleuchtung vor. In welchem Umfang Energieeinsparungen, die sich während der Vertragslaufzeit durch den Einsatz energiesparenden Leuchten erge­ben, bei der Preiskalkulation ohnehin schon Berücksichtigung gefunden haben bzw. in den Preis eingeflos­sen sind, ist nicht bekannt.

Für die vorgeschlagene Vertragsanpassung sieht die Verwaltung keine Möglichkeiten der Umsetzung, da damit die wesentliche Vertragsgrundlage der verbrauchsunabhängigen Pau­schale hinfällig wäre. Auch erscheint es zweifelhaft, ob die ermittelten Sparpotenziale die erforderlichen Investitionskosten tatsächlich in angemessener Zeit aufwiegen würden.

Beschlussvorschlag:
Der Hauptausschuss stimmt der Stellungnahme der Verwaltung zum Vorschlag zum Strom­sparen bei der Straßenbeleuchtung zu.

Beschluss (einstimmig):
Der Hauptausschuss nimmt die Stellungnahme der Verwaltung zum Vorschlag zum Stromsparen bei der Straßenbeleuchtung zur Kenntnis.

Status: 
offen

Kommentare

An sich finde ich den Vorschlag gut.

Die Norderstedter Straße ist ein Schulweg und ein befahrener Radweg. Dort empfinde ich persönlich die Beleuchtung als zu dunkel.

Energiesparen ist grundsätzlich zu befürworten, aber in HU ist in vielen Straßen die Ausleuchtung eher zu gering. Man sieht die vielen Schlaglöcher und Stolperkanten nicht. Eine geringe Ausleuchtung ist kein Beitrag zur Verkehrssicherheit und erhöht das Risiko von Autodiebstählen und Hauseinbrüchen. Volkswirtschaftlich ist der Kostenschaden dann höher als der der Energieeinsparung.