Mehr Verkehrssicherheit für unsere Kinder verwirklichen

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Für Henstedt-Ulzburg ist der Vorschlag: 
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Investitionen für mehr Verkehrssicherheit für unsere Kinder wurden bisher nicht beschlossen bzw. abgelehnt. Als Beispiele sei hier genannt:
- "Fahrbahnschwellen" vor Schulen, Kitas und Spielplätzen,
- Erneuerung der Fahrbahnmarkierungen "30/Kinder",
- Schülerlotsenprogramm,
- Verteilung von Flyern über die Schulen und Kitas an die Elternschaft, mit der Bitte um Rücksicht im Straßenverkehr etc.

Wer mit einer kinderfreundlichen Gemeinde wirbt, muss sich auch hieran messen lassen.

Stellungnahme der Verwaltung: 

Derzeit gibt es Aufpflasterungen vor der Olzeborchschule und der Grundschule Ulzburg. Weitere Fahrbahnschwellen sind zum heutigen Zeitpunkt nicht geplant. Sollte sich bei zukünftigen Planungen eine entsprechende Notwendigkeit ergeben, wird die Verwaltung die erforderlichen Maßnahmen prüfen.

Die Wiederholung der „30“ als Fahrbahnmarkierung war in der Vergangenheit entsprechend der Möglichkeit nach Ziff. XI, 3 c zu § 45 Abs. 1 – 1e in größeren 30-km/h-Zonen als Ergänzung der vorhandenen Beschilderung aufgebracht. Die Erfahrung hat gezeigt, dass diese Markierungen keine spürbaren Auswirkungen auf die gefahrenen Geschwindigkeiten haben. Fahrzeugführer, die sich an die zugelassene Geschwindigkeiten halten, tun dies auch ohne Markierung während sich unbelehrbare Fahrzeugführer auch von einer entsprechenden Markierung nicht von ihrem Verhalten abbringen lassen.

Die Markierung anderer Verkehrszeichen wie dem vorgeschlagen Verkehrszeichen „Achtung Kinder“ ist in Ziff. IV, 7 der VwV zu § 39 – 43 StVO geregelt. Danach kann durch Schriftzeichen, Sinnbilder oder die Wiedergabe eines Verkehrszeichens auf der Fahrbahn der Fahrzeugverkehr lediglich zusätzlich auf eine besondere Verkehrssituation aufmerksam gemacht werden. Von dieser Möglichkeit ist nur sparsam Gebrauch zu machen. Solche Markierungen kommen also nur in unmittelbarer Nähe der Zugänge zum Schulgrundstück in Betracht, wenn diese nicht bereits durch andere Maßnahmen gesichert sind. Da in Henstedt-Ulzburg keine Schule einen unmittelbaren Zugang zu einer Straße ohne Geschwindigkeitsreduzierung hat, sind diese Markierungen unzulässig.

Ein Schülerlotsenprogramm, also der Einsatz von Verkehrshelfern, setzt zunächst einmal die Bereitschaft der Schulen voraus, dieses zu organisieren. Verkehrsrechtlich kann dies dann durch die Anordnung der entsprechenden Verkehrszeichen an einer geeigneten Querungsstelle unterstützt werden. Eine Kurzumfrage bei den Schulen hat ergeben, dass eine Ausbildung entsprechend nur an den weiterführenden Schulen stattfinden kann, weil Schülerlotsen erst ab der 7. Klassenstufe ausgebildet werden können. Sie erfordert Lehrerpotential, dass in den Schulen abgefragt werden muss. Auch Eltern können als Schülerlotsen in Erscheinung treten, wobei jedoch eine Bereitschaft und eine zeitliche Verfügbarkeit Voraussetzung für einen Einsatz ist, die bereits bei einer ersten Abfrage von den Schulen bezweifelt wird.

Zwei von vier Grundschulen haben in Zusammenarbeit mit der Gemeinde einen Schulwegplan erarbeitet, der auch allgemeine Hinweise an die Eltern enthält. Dieser wird jeweils zu Beginn eines Schuljahres zumindest an die Eltern der Schulanfänger verteilt. Die Wirksamkeit zusätzlicher Flyer wird in der genannten Kurzumfrage regelmäßig als schlecht eingeschätzt.
(VO/2014/0299, Umwelt- und Planungsausschuss 24.11.2014)
http://www.henstedt-ulzburg.sitzung-online.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=2000
http://www.henstedt-ulzburg.sitzung-online.de/bi/to020.asp?TOLFDNR=9288

Status: 
abgelehnt

Kommentare

Sehr gefährlich ist zum Beispiel die Ausfahrt der Strasse Am Friedhof. Die Autos brausen mit grosser Geschwindigkeit auf der Dorfstrasse und man hat sehr schlechte Sicht. Auch mit dem Auto ist es schon schwierig, aus der Strasse Am Friedhof herauszufahren, aber für Schulkinder ist es richtig gefährlich.