Kunstwerke wie "Wöddelbrunnen" trotz Schuldenstand?

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Das Kunstwerk "Wöddelbrunnen" hat der Gemeinde rund 50.000,-- Euro gekostet. Die Idee, diesen Platz als Begegnungsstätte zu nutzen, ist gut, wird aber leider kaum genutzt. Sicher hätte auch eine abgespeckte Version gereicht, zumal unsere Gemeinde verschuldet ist.

Bei einem anderen Kunstobjekt, wie dem "Auf eigenen Füßen" in Ulzburg-Süd habe ich noch nie jemanden verweilen sehen und dieses Kunstobjekt besteht schon seit Jahren. Außerdem fehlt hier auch eine Hinweistafel als Erklärung zum Kunstwerk.

Kunst ja, aber der finanziellen Situation der Gemeinde angepasst. Außerdem müssen sich die Gemeindevertreter fragen lassen, ob die Ausgaben für Kunstobjekte gerechtfertigt sind, wenn andere wichtige Projekte (Fahrbahnsanierungen um nur ein Beispiel zu nennen) aus finanziellen Gründen nicht realisiert werden.

Status: 
offen

Kommentare

Ich frage mich eh immer, was eine Begegnungsstätte eigentlich genau bewirken soll. Ist die Idee, daß man im Fall von Langeweile oder Einsamkeit einfach mal dorthin geht und mal schaut, wem man da so spontan begegnet?
Und richtig, meistens ist an solchen Stätten gar nichts los (keine Begegnungen insbesondere), oder es wird zu einem Ort, wo sich Alkoholiker treffen, wodurch der Rest der Bewohner erst recht einen großen Bogen drum macht.
Hier sollte man eine absolute Ausgabensperre beschließen, die nicht mehr aufgehoben werden darf, solange die Entschuldung nicht festgestellt wurde.
(Von der Moderation geändert.)

Hat man sich bei dem Kunstwerk "Wöddelbrunnen" oder der historischen Erneuerung der "Alsterbrücke" um Spendengelder z. B. der hiesigen Gewerbebetriebe bemüht?

Der Wöddelbrunnen hat die Gemeinde ca 50000€ gekostet und wurde direkt vor den Kindergarten errichtet.
Im Kindergarten feht es an vielen Spielsachen und Einrichtungsgegenständen. Der Zustand ist oftmals sehr schlecht.
Hat noch jemand eine Idee wie man das Geld hätte anders einsetzen können ?

Dies Projekt ist Ausfluss der Pflichtausgabe "Kunst am Bau" bei öffentlichen Bauprojekten. Den feststehenden Prozentsatz der Baukosten darf man nicht einsparen. Auch werden ansonsten viel höhere Fördergelder aufs Spiel gesetzt. Wir können uns also gar nicht vor etwas "Kunst" wehren. Allerdings ist im fall Wöddelbrunnen die XL-Variante gewählt worden, weil einer Mehrheit im Gemeinderat die L-Variante etwas zu "piefig" war. Diesen Aufpreis hätten wir meiner Meinung nach zumindest sparen bzw. anderweitig besser ausgeben können.

"Piefig" fand man wohl auch die erste Variante des Geländers der "Alsterbrücke". Hier entstanden trotz Fördergelder zusätzliche Kosten!

Wäre es daher nicht sinnig, die Pflichtausgabe "Kunst am Bau" auszusetzen, so lange es schlecht um die Gemeindefinanzen bestellt ist (d.h. wenn die Gemeinde Schulden hat)?
Warum muß "Kunst" so teuer sein? Wir haben genug hiesige Schulen, die ebenfalls gemeinsam ein Kunstprojekt auf die Beine stellen könnten - das würde zudem die Schüler mit Stolz erfüllen, denn es ist dann IHR Kunstwerk, daß bestaunt wird und in die Presse kommt.

Solange Henstedt-Ulzburg verschuldet ist, sollte jede Möglichkeit genutzt werden, Ausgaben einzusparen. Daher bin ich bis zur kompletten Entschuldung fürs komplette Sparen im Bereich Ausgaben für Kunst in Henstedt-Ulzburg. Gesetze müssen natürlich eingehalten werden, wenn es da keinen Ausweg gibt. Ich empfinde hu-mitgestalten als eine wirklich gute Idee und Verwirklichung von Demokratie: Bürger zu informieren und zu befragen. Warum also die Bürger nicht auch vor Erstellung und Beauftragung von Kunst befragen, welches Kunstwerk mehrheitlich gewünscht wird oder auch nicht? Ich finde nicht, dass dies der Gemeinderat allein entscheiden sollte.

Schade, dass Sie die Bemühungen um ein schönes Äußeres unseres Ortes nicht schätzen. Um aus einem Brunnen einen Treffpunkt zu machen, gehört zwar noch ein bißchen mehr, aber ein Anfang ist gemacht. Vielleicht haben Sie selbst eine gute Idee?