Dezentrale kommunale elektrische Energieversorgung für Henstedt-Ulzburg etablieren

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Für Henstedt-Ulzburg ist der Vorschlag: 
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Ich schlage die Errichtung eines kombinierten Wind- und Solarparks für die elektrische Eigenversorgung(!) der Kommune Henstedt-Ulzburg vor. Durch diese zwei unterschiedlichen Energieerzeugungsarten erfolgt eine Risikostreuung, d.h., es ist statistisch weniger wahrscheinlich, dass zumindest tagsüber weder Wind weht noch die Sonne scheint (GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel/Wetterdaten).

1.) Standort:
Der Standort sollte beispielsweise östlich der A7 sein (siehe »Standortvorschlag_2013-11-10.pdf«); hierbei ist ein ausreichender Abstand zum Wohnort gewährleistet, um eine ausreichende Akzeptanz dieser Anlage zu gewährleisten. In den seltensten Fällen wird dann aber exakt soviel Energie erzeugt, wie momentan gerade benötigt wird.

2.) Energiezwischenspeicherung mittels Wasserstoffgewinnung:
Hauptunterschied zu den sonst üblichen Energieparks: Die erzeugte Energie bleibt vor Ort und wird dort auch verbraucht! Hierbei soll der durch die Solarpanele und Windkraftanlagen erzeugte elektrische Strom also keinesfalls (!) einfach ins normale Stromnetz "gepresst" werden und damit - je nach Wind- und Sonnenscheinlage - ständig zu einem spürbaren Über- oder Unterangebot führen, welcher dann erst mühselig und mit sehr viel großtechnischem Regelungsaufwand durch konventionelle Kraftwerke (Kohle, Gas, Atom) ausgeglichen werden muss, um diese unregelmäßigen Schwankungen permanent zu kompensieren.

2.1) Gewinnung des Wasserstoffs (Vorgehen bei Überangebot):
Sollte ein momentanes elektrisches Überangebot durch die Anlage bestehen (d.h., der gerade erzeugte elektrische Strom kann nicht sofort vollständige verbraucht werden), so soll aus Wasser (Brunnen) elektrolytisch Wasserstoff erzeugt werden. Einen deutlich höheren Wirkungsgrad gegenüber dem althergebrachten Elektrolyse-Verfahren verspricht hier die neue Elektrolyse-Technologie mittels einer sogenannten Protonenaustausch-Membran (PEM); die »RWE Power AG« hat hierzu am Kraftwerk Niederaußem (bei Köln) seit Januar 2013 erfolgreich eine Prototypanlage laufen - untergebracht in einem normalen Standardcontainer.

2.2) Bevorratung des Wasserstoffs:
Ich schlage die Bevorratung des gewonnenen Wasserstoffs in dickwandigen diffusionsfesten Hochdruck-Zylindertanks vor - und zwar direkt am Anlagenstandort. Damit wird die extrem raumgreifende Lagerung in relativ dünnwandigen Großtanks bei Atmosphärendruck als auch die sehr aufwendige und energieintensive Kryogenlagerung in Superisolationstanks nahe dem absoluten Nullpunkt umgangen.

2.3) Vorgehen bei Unterangebot:
Bei einem bestehenden Unterangebot (zuwenig Wind / Sonne) findet eine Energierückgewinnung mittes Brennstoffzellen statt, welche aus dem vorher erzeugten und gespeicherten Wasserstoff nun wieder Strom erzeugen; dieses stellt heutzutage - auch großtechnisch - kein Problem mehr da.

2.4) Finanzierung:
Es sollte für die Bürgerinnen/Bürgern der Gemeinde Henstedt-Ulzburg die Möglichkeit bestehen, sich finanziell an der Anlage beteiligen zu können. das würde deren Akzeptanz weiter erhöhen.

Status: 
offen