Verkehrsaufkommen auf der Hamburger Straße durch eine Umgehungsstraße mindern

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Für Henstedt-Ulzburg ist der Vorschlag: 
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Die Hamburger Straße, die hier schon einige Male Erwähnung gefunden hat, beschäftigt die Henstedt-Ulzburger Bürger überproportional. Zunächst das Verkehrsaufkommen. Die Hamburger Straße ist dem Verkehrsaufkommen schon lange nicht mehr gewachsen und hat den Charakter einer Durchgangsstraße angenommen. Dieser reine Durchgangsverkehr führt zu einer Belastung der Straße und der Anwohner, für die die Hamburger Straße nicht ausgelegt ist.

Es ist nicht ungewöhnlich, am Morgen vom Ortsschild Henestedt-Ulzburg bis zur Kreuzung Schleswig-Holstein-Straße 15 Minuten zu benötigen, weil der Stau schon im Ort beginnt. Vom Neuen Damm am Morgen auf die Hamburger Straße einzubiegen, kann schon einmal fünf Minuten beanspruchen.

Angemessen wäre eine Umgehungsstraße, die die fortschreitende "Unattraktivität" des Ortskerns mindert. Diese planerische Entscheidung ist sicherlich schon vor 10 Jahren notwendig gewesen - sie auch zukünftig nicht zu treffen, wäre fahrlässig.

Stellungnahme der Verwaltung: 

Seitens der Verwaltung wird darauf hingewiesen, dass die Planung einer Umgehungsstraße Bestandteil des aktuell vorliegenden Verkehrsstrukturgutachtens ist. Die gemeindlichen Gremien werden nach der Beteiligung der Öffentlichkeit und der Träger öffentlicher Belange über die Planung einer Umgehungsstraße beraten. (VO/2014/0316)

Status: 
wird geprüft

Kommentare

Dieser Vorschlag soll schon vor Jahren Bestandteil eines Verkehrsgutachtens gewesen sein. Dem Vernehmen nach sollen sich seinerzeit aber die damaligen Parteien nicht geeinigt haben, ob die Umgehungsstraße in westlicher oder östlicher Richtung an HU vorbeiführen soll. Heute werden finanzielle Gründe für die Nichtumsetzung angeführt. Man braucht aber kein Verkehrsexperte sein, um zu wissen, dass eine spürbare Verkehrsentlastung der Hamburger Straße nur durch eine Umgehungsstraße zu erreichen ist. Man darf nun auf das Ergebnis des anstehenden Verkehrsgutachtens gespannt sein und ob die Parteien den Mut haben, diese überparteilich umzusetzen.

Eine Umgehungsstraße war auch Bestandteil des Projektes Beckershof - allerdings war sie dort so angelegt, dass sie nicht nur mitten durch alte und neue Stadtteile (sie sollte entlang der AKN-Trasse liegen) führen sollte, sondern auch bis zur Weiterplanung auf die Kadener Chaussee führen sollte. DAS ist dann aber keine Umgehungsstraße, sondern eine Verlagerung der Schikane auf andere Anwohner - an der Kadener Chaussee staut sich der Verkehr ohnehin schon und die Anwohner entlang der AKN sollten teilweise noch nicht einmal mit Lärmschutzwänden geschont werden, dafür sei ja leider kein Platz. Dies war einer der Gründe, weshalb die Bürgerinitiative (ich war auch mit dabei) damals Sturm gegen das Baugebiet gelaufen ist. Eine - unbestritten sehr nötige - Umgehungsstraße MUSS zwingend in die Nähe der Autobahn verlegt werden - nicht direkt an/durch bestehende Wohngebiete führen UND als komplette Umgehung realisiert werden, NICHT an bestehenden Brennpunkten die Situation noch verschlimmern! Bitte planen Sie mit Verstand und nicht mit Herrn Dornquasts Aussage "die Anwohner müssen mit dem extremen Wertverlust ihrer Häuser leben, es hat sich ja auch niemand beschwert, als die Grundstückspreise damals stiegen" (ich bin Ohrenzeuge) im Hinterkopf...

Vielleicht reicht ein gutes Konzept in der Ampelschaltung.
Auch könnte man sich mal wieder Gedanken über den Ausbau der Wilsteder Strasse machen, das würde mit Sicherheit einiges entspannen und ich glaube auch nicht, dass die Anwohner dadurch mehr belastet werden, denn der jetzige Zustand ist bereits katastrophal.

Eine Umgehungsstraße ist zur Entlastung der Hamburgerstraße alternativlos (siehe hierzu auch früheres Gutachten!).
Eine Verbesserung der Ampelschaltung wäre zusätzlich ratsam, ebenso Verkehrskreisel an Engpässen.
Die Verkehrsprobleme in der Gemeinde sind enorm und werden noch weiter zunehmen, wenn nicht bald etwas geschieht. Wir haben es hier bereits sprichwörtlich 5 nach 12!!!
Es gibt bereits ein Gutachten über eine Verbesserung der Ampelschaltung. Interessant wäre zu erfahren, warum der Kreis dieses Vorhaben abgelehnt hat.

Eine westliche Umgehungsstraße ist seit Jahren überfällig; leider konnten sich die beteiligten Parteien nie darüber einigen. In Zukunft wird die Situation durch die Einbindung des CCU noch verschärft. Die Situation bzw. Gefährdung der Fußgänger und Radfahrer im Bereich der CCU Ein- und Ausfahrten (Tiefgarage) mag man sich gar nicht vorstellen. Zusätzlich ist unser kostspielig gepflasterte "Zentrum" leider zu einem Parkplatz verkommen. Ich wünsche mir einen Ortskern der verkehrsberuhigt ist und durch schöne, gern auch blühende (!) Bereiche zum Verweilen einlädt. Dieses ist meines Erachtens nur zu erreichen durch eine westliche Umgehungsstraße.

Ich kann mich noch gut an eine geplante Umgehungsstraße im östlichen Bereich erinnern. Die Straße war sogar schon im Ortsplan angedeutet. Ging von der Schleswig-Holstein-Straße ab. Das fände ich auch sinnvoll. Auf der Westseite gibt doch die Autobahn, wo soll denn dort noch eine Umgehung hin.

Die Verlängerung der SH-Straße Richtung Norden mit östlicher Umfahrung Henstedt und Anschluss nördlich Gutenbergstaße bestand schon vor 35 Jahren und musste auf Grund des Naturschutzgebietes Oberalster verworfen werden. Rein verkehrsplanerisch wäre das die beste Lösung gewesen, aber wegen des Naturschutzes nicht machbar. Eine Variante besteht darin, von der Norderstedter Straße nördlich Rhen abzuzweigen und wie vor Henstedt östlich zu umfahren. Diese Variante bringt aber zusätzlichen Verkehr in den Rhen (Kiefernweg, Norderstedter Straße) und entlastet die Hamburger Str. im Bereich Rhen nicht. Eine westliche Umgehung, die schon an der Grenze Kaki/HU ansetzen würde, hat man sich durch die Gewebegebiete verbaut.
Eine westliche Führung über Am Bahnbogen, dann südlicher Verschwenk, Anschneidung Golfplatz Gut Kaden, Richtung AKN Ulzburg-Süd, Über- oder Unterfahrung der Bahnstraße und beider AKN-Trassen (sehr teuer), dann Forst Quickborn Heide (Staatsforst, Waldkindergarten) und Anschluss Hamburger Straße in Höhe Edisonstraße. Eine Entlastung im Rhener Bereich wäre nicht gegeben. Diese Variante dürfte an Einsprüchen aus/von Alveslohe, Quickborn, Golfclub und Forstverwaltung (Land SH) scheitern. HU hat inerhalb von 30 Jahren ein extremes Wachstum mit einer Verdoppelung (um 14 000) der Einwohnerzahl gehabt. Entsprechend hat sich der "hausgemachte" Verkehr auch verdoppelt (Ziel-Quell- und Binnenverkehr ). Das ist in unserer Region einmalig. Quickborn ist in dieser Zeit um ca. 5 000 Einwohner gewachsen und hat bei jedem neuen Bebauungsplan von HU Einspruch eingelegt, da der HU-Verkehr sich durch Qui-Heide über Wohnstraßen zur A7 quälte. Die Einwohner von Qui-Heide wollten die Klaus-Groth Str. östlich des AKN-Überganges (Elfenhagen) schließen lassen, um den ungewollten Schleichverkehr zur A7 aus HU zu unterbinden. Aber die Verkehrausicht des Kr. Pbg. lehnte ab. Von Qui ist daher kein Entgegenkommen zu erwarten. HU hat seine Verkehrsprobleme duch das ungehemmte Wachstum selbst verursacht und müsste in seinem Bereich nach Lösungen suchen. Das ist außerordentlich schwer und mit Umgehungsstraßen durch die Siedlungserweiterungen kaum noch machbar. Man darf auf das neue Verkehrsstrukturgutachten gespannt sein, dass (wann?) bald fertiggestellt und beraten werden sollte.
Der erfolgte Stopp neuer Baugebiete hätte nicht erst vor 5 Jahren, sondern schon vor 15 Jahren kommen müssen, aber das ist "Schnee" von gestern und hilft auch nicht weiter.

Das CCU wird noch mehr Binnen- und Quellverkehr nach Ulzburg ziehen. Da hilft auch keine Umgehungsstraße, man will doch die Konsumenten in die Gemeinde holen. Was soll dann die Umgehungsstraße.

Eine Umgehungsstraße soll den Durchgangsverkehr aus der Gemeinde herausnehmen. Ziel-,Quell- und innerörtlicher Verkehr verbleiben auf der Hamburger Straße.

Und wie viel % des aktuellen Verkehrs wird dann die Umgehungsstraße nutzen, d.h. wie groß ist der Verkehr, der nur durch Henstedt-Ulzburg von Norderstedt nach Kaltenkirchen / Kisdorf durchfährt ?
Sind dann nicht unter Umständen Mitnahmeeffekte für den Einzelhandel in Henstedt-Ulzburg verbaut?

Nach den Verkehrsermittlungen vergangener Jahre soll der Durchgangsverkehr bei ca. 50% liegen (Äußerung eines Verkehrsplaners nach meiner Befragung). Ich halte das für zu hoch eingeschätzt/ermittelt. Aktuelle Zahlen wird das neue Verkehrsstrukturgutachten voraussichtlich im Frühjahr 2014 erbringen. Hinsichtlich etwaiger Mitnahmeeffekte haben Sie sicher recht. Meine Ausführungen sind auch nur grundsätzlicher Art. Aus meinem obigen Text können Sie entnehmen, dass ich eine Umgehungsstraße mangels Platz kaum mehr für realisierbar halte.