Aufwertung der Grünanlagen durch Nutzpflanzen nach Vorbild der Stadt Andernach

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Für Henstedt-Ulzburg ist der Vorschlag: 
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Die Grünanlagen der Gemeinde Henstedt-Ulzburg sollen durch Nutzpflanzen nach dem Vorbild der Stadt Andernach aufgewertet werden. Siehe:
http://www.andernach.de/de/bilder/essbare_stadt_flyer_quer_print_neu.pdf

- Bildung einer Projektgruppe aus interessierten Einwohnern und den Grünpflege-Beauftragten
(Bauhof, gegebenenfalls interessierten Verwaltungsangestellten, Azubis Garten Landschaftsbau usw.)
- Prüfung der möglichen Flächen
(Nutzbare Fläche, Gewächshaus, vorhandene Flächen kartieren (vorhandene Gemeinde Apfelbäume), Bürger Café/ Gastronomie usw.)
- Prüfung der Einbeziehung von vorhandenen potentiellen Interessenten
(Schulen, Jugendeinrichtungen, VHS, Imker, Wirtschaft/ Industrie (z.B. Gärtnereien) usw.)
- Prüfung des Bezugs von Saatgut, Pflanzgefäßen (Sammlung organisieren/ Spenden), sonstiges Pflanzzubehör, Nutzung vorhandener Geräte, Wasserversorgung usw.
- Prüfung der Möglichkeiten der Nutzung
(Naschen durch Jedermann, foodsharing, Apfelsaft pressen, Einkochen, Kochkurse, Tomatenketchup selbst gemacht, Weiterverkauf um Eigenmittel zu erzeugen, Schulverpflegung, Bürger Café/ Gastronomie, …)
- Art der Bewirtschaftung
(z.B. traditionell, urban gardening, Square Foot Gardening, Hochbeete)
- Aufstellung eines Bewirtschaftungs- und Pflegeplans
- Projektdurchführung
- Gegebenenfalls Teilnahme an Wettbewerben
(z.B. http://www.entente-florale-deutschland.de/index.php Bewerbungsschluss 30.11.2013
NACHTRAG 22.11.2013: Eine Anmeldung für diesen Wettbewerb wäre auch mit einem Jahr Vorbereitung zum 30.11.2014 möglich)

Beantragte Mittel bei Bürgerprojekten: etwa 2.000 € (ist zu prüfen).

NACHTRAG 22.11.2013: Diese Idee richtet sich nicht nur an begeisterte Gärtner, sondern auch an Personen, die künstlerisch oder handwerklich begabt sind:
- bauen von Hochbeeten
- künstlerische Gestaltung der Bereiche
- usw.

Bei Rückfragen können Sie mich gerne anschreiben und mich in die Initiierung des Projekts mit einbeziehen. (Schreiben Sie bitte an: info@hu-mitgestalten.de, die Moderation leitet Ihre E-Mail weiter.)

Beantragte Mittel bei Bürgerprojekten: 
2 000 €
Stellungnahme der Verwaltung: 

Im Bürgerhaushalt 2014 wird angeregt, dass die Grünanlagen der Gemeinde Henstedt-Ulzburg durch Nutzpflanzen gemäß dem Vorbild der Stadt Andernach aufgewertet werden. Es sollen in öffentlichen Grünflächen Nutzpflanzen angepflanzt werden, die von jedem genutzt werden können (daher der Begriff der „Essbaren Gemeinde“).

Zielsetzung ist es, öffentlichen Grünräumen neue Funktionen zukommen zu lassen und die Bürger zu motivieren, sich für den Lebensraum in der eigenen Gemeinde einzusetzen. Die Nutzpflanzen machen nicht nur die Jahreszeiten wieder bewusst erfahrbar, sondern auch die natürlichen Phasen von Säen, Wachsen und Ernten.

Es soll eine Projektgruppe gebildet werden, die ein Konzept entwickelt, das u.a. enthält:

  • wie Nutzpflanzen in besonderen Bereichen großer Grünflächen, auf kleinen Grünflächen oder auch entlang von Wegen und Straßen integriert werden können,
  • wie Bürgerinnen und Bürger bei der Planung und Umsetzung der „Essbaren Gemeinde“ beteiligen werden können,
  • welche Flächen zur Verfügung stehen würden,
  • inwieweit Schulen, öffentlichen Einrichtungen o.ä. einbezogen werden können,
  • welche Nutzpflanzen verwendet und woher sie bezogen werden können,
  • Aufstellung eines Pflegekonzeptes,
  • Prüfung der Möglichkeiten der Nutzung (Naschen durch Jedermann, Schulprojekte etc.),
  • Suche nach Sponsoren und Spenden,
  • Beteiligung bei Wettbewerben.

Zielsetzung sollte sein, dass die ausgewählten Flächen dann komplett in die Hand dieser Projektgruppe gegeben werden. Der Baubetriebshof kann aufgrund nicht ausreichender personeller Besetzung nur bedingt Hilfestellung (Bereitstellen von Maschinen, Abfuhr von Unrat) leisten.

In dieser Projektgruppe sollten neben Mitarbeiter der Verwaltung und des Baubetriebshofes, ortsansässige Firmen, interessierte Bürger/Innen und Organisationen vertreten sein.

Im Gemeindegebiet bestehen bereits folgende öffentliche Grünflächen, bei denen Nutzpflanzen wachsen, die von allen Bürger/Innen „geerntet“ werden können:

  • Obstbäume auf der Grünfläche zwischen Kiefernweg und Rhinkatenweg
  • Streuobstwiese nördlich der Forstfläche Westerwohlder Straße (südlich der AKN-Strecke Elmshorn)
  • Obstbäume im Bürgerpark
  • Streuobstwiese Abschiedskoppel
  • Obstlehrpfad an der EBO-Trasse

Als erste Projekte werden vorgeschlagen:

  • Anpflanzung von alten, regionalen Obstbaumsorten auf öffentlichen Grünflächen (z.B. Groß-Sabiner-Ring, Möwenring und Suhlenkamp (außerhalb der Bolzflächen))
  • Aufwertung der Baumpflanzungen durch weitere Nutzbäume auf der Grünfläche zwischen Kiefernweg und Rhinkatenweg
  • Erneuerung des vorhandenen Obstlehrpades entlang der EBO-Trasse.

Der Kostenansatz von 2.000.- € für die Umsetzung der zu erwartenden Maßnahmen kann nur als Anschubfinanzierung gesehen werden. Weitere Kosten können erst ermittelt werden, wenn die ersten Ergebnisse der Projektgruppe vorliegen.

Beschlussvorschlag:
Der Umwelt- und Planungsausschuss stimmt  der von der Verwaltung vorgeschlagenen Vorgehensweise zur Umsetzung der Maßnahme „Aufwertung der Grünanlagen durch Nutzpflanzen (nach dem Vorbild der Stadt Andernach)“ zu und beschließt hierfür im Haushalt 2014 die geplanten Haushaltsmittel in einer Höhe von 2.000.- € zur Verfügung zu stellen.

Status: 
beschlossen

Kommentare

Ich finde eine sehr gute Idee, da man damit die Gemeinde um einiges Attraktiver machen könnte und Leute ermutigen könnte, Spaziergänge durch die Gemeinde zu machen. Man könnte zum Beispiel auch einen ausgeschilderten "Ernährungsweg" durch die Gemeinde bauen und/oder unter anderem den Bürgerpark für die Bepflanzung nutzen.

Ich schlage vor, Streuobstwiesen anzupflanzen, die durch Projektgruppen betreut werden könnten. Dieses wäre z.B. im Bürgerpark, aber auch auf anderen Grünflächen der Gemeinde leicht möglich (z.B. Mattenborn). Es ist kein sehr großer Betreuungsaufwand erforderlich, auch kein Zaun etc., da die Bäume gegen Wildverbiss mit einer Manschette geschützt werden können. Beispiel: Streuobstwiese an der Abschiedskoppel.