Pferdesteuer einführen

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Für Henstedt-Ulzburg ist der Vorschlag: 
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Falls die Gemeinde künftig Reitwege finanziert, sollte eine Pferdesteuer über € 100 je Pferd und Jahr eingeführt werden. Bei einer geschätzten Anzahl von 300 Pferden (oder sind es eher 500?) ergebe dies eine Einnahme von € 30.000 abzüglich Verwaltungskosten.

Für eine ausführlichere Begründung siehe:
https://www.hu-mitgestalten.de/haushalten/291

Status: 
offen

Kommentare

Pferde und damit den Reitsport besteuern widerspricht aber den deutschen Grundsätzen..
Wenn HU eine Pferdesteuer einführt, wird passieren, was auch dem "Vorreiter" Bad Sooden-Allendorf passiert ist...Abwanderung der Reiter in die steuerfreien Nachbarorte und blöd aus der Wäsche schauende Eigentümer leerer Ställe, denen die Wirtschaftsgrundlage entzogen wurde!

Lesestoff:
1. http://www.pferd-aktuell.de/pferdesteuer/argumente-gegen-die-pferdesteue...
2. http://altwerdenisnixfuerweicheier.wordpress.com/2012/08/10/ein-groses-h...

Davon abgesehen: Geld in das Reitwegenetz zu investieren, ist doch längst und ohne eine solche Bedingung beschlossen worden. Innerhalb HUs soll das geschehen, aber wohl auch in Zusammenarbeit mit jenen eine Vernetzung mit den Nachbarorten (http://ruf-kisdorf.de/tl_files/pdf/Sparten/Breitensport/Bericht%20Breite...).

Da denkt doch jemand, wer ein Pferd hat, hat Geld tztz.
Da es hier eine viel genutzte Freizeitbeschäftigung für Kinder und Jugendliche ist.
Würde dieser Freizeitsport unnötig verteuert werden, da die Reitschulen diese Kosten weitergeben würden.
Der Umgang mit Pferden fördert einerseits die Fitness und die Koordination der Kinder und Reiter aber auch das Verantwortungsbewusstsein mit den Umgang dieser Tiere.
Da denke ich, dass eine Pferdesteuer der falsche Weg ist, da eine Steuer bekanntermaßen nicht Zweckgebunden ist, versickert dieser wahrscheinlich eher niedrige Betrag als Bearbeitungskosten in der Verwaltung.
Andererseits sind die zahlreichen Pferde hier in der Gemeinde auch ein Wirtschaftsfaktor über den Gewerbesteuer eingenommen wird (Reitschulen Züchter Tierarzt Zubehör etc.).
Eine Möglichkeit wäre eine Art Gebühr, die dazu berechtigt, Wege des noch nicht erstellten Reitwegenetzes zu nutzen.
Ich bin im übrigen kein Reiter oder Pferdebesitzer.

Warum die Pferdesteuer unsinnig ist:



Arbeitsplätze: 
Vier Pferde schaffen einen Arbeistplatz. Der Reitsport stellt einen wesentlichen volkswirtschaftlichen Faktor dar (Tierärzte, Hufbeschlagsschmiede, Reitlehrer, Futtermittelhändler, Reitsportausrüster, Stall- und Sportstättenbauer etc.). Eine Pferdesteuer wirkt sich nachteilig auf Unternehmen, Handel und Gewerbe aus... denn weniger Pferde mehr Arbeitslose und weniger Einkommensteuer!!!!... sprich das Geld das mit einer Pferdesteuer eingenommen wird reicht nicht einmal aus um die anderen höheren Kosten zu decken.



Naturschutz:
 Der Großteil der Pferde wird überwiegend auf Weideflächen gehalten. Die Grünlandbewirtschaftung kommt dem Naturschutz und der Artenvielfalt zugute. Extensive Weidehaltung ist angewandter Naturschutz.



Reiten ist Sport: 
Mit einer Pferdesteuer würde erstmals eine Sportart besteuert. Pferdebesitz ist kein Selbstzweck, sondern dient der Ausübung von Sport. Sportförderung erhält öffentliche Mittel und ist in vielen Landesverfassungen als ausdrückliches Teil verankert. 



Reitsport ist jung: 
Der Reitsport wird von der Jugend ausgeübt, denn über 50% der organisierten Reiter sind unter 21 Jahre alt. Die Jugendlichen betreiben nicht nur Sport sondern lernen beim Umgang mit Pferden Verantwortung zu übernehmen. Die Pferdesteuer würde sich daher primär gegen die Jugend richten.



Reiten ist gesund:
 Seit April 2008 ist Reiten vom Deutschen Olympischen Sportbund als Gesundheitssport anerkannt; nur sechs Sportarten haben bisher die strengen Auflagekriterien erfüllt. Eine Pferdesteuer würde sich also gegen die Gesundheitsförderung unserer Gesellschaft richten.



Pferde als Therapeuten: 
Sehr häufig werden Pferde im Therapeutischen Reiten zur Behandlung und Rehabilitation kranker und behinderter Menschen eingesetzt. Der Anteil von Kindern und Jugendlichen ist auch hier sehr hoch.



Ehrenamt:
Die Einführung einer Pferdesteuer wäre ein Affront gegen das ehrenamtliche Engagement vieler Tausend Menschen in Reitvereinen und auf Pferdehöfen.



Alte Pferde:
 Das alte Pferd hat sich sein Gnadenbrot verdient. Die Pferdesteuer würde zu Schlachtungen der "Pferderentner" führen. Eine Pferdesteuer schadet dem aktiven Tierschutz.... wenn die alten Tiere weg kommen braucht man weniger Tierärzte... Futter... und was sonst noch so alles rund ums Pferd anfällt... siehe wieder weniger Einkommenssteuer und wegfallende Arbeitsplätze



Pferde und Landwirtschaft: 
Pferde stellen für die Landwirtschaft eine wichtige Einkommensquelle dar. Nicht nur Produktion und Verkauf von Futter und Einstreu, sondern auch die Pensionspferdehaltung sichern vielen Landwirten den Lebensunterhalt.



Pferdezucht: 
Die Pferdezucht ist ein Jahrhunderte altes Kulturgut. Pferdezucht ist kein Selbstzweck, sondern ein staatlicher Auftrag, der gefördert wird.



Keine Luxusteuer: 
Die Pferdesteuer ist als Luxusteuer nicht haltbar, denn die allermeisten Reiter bzw. Eltern reitender Kinder sind angehörige mittlerer Einkommensgruppen. 75% aller Pferdebesitzer sind "Otto Normal Verdiener".... Und Pferdebesitzer die ihren Lebensunterhalt mit Reiten verdienen wären in der Regel von der Steuer sowieso ausgeschlossen.

Liebe Vorkommentatoren,
es geht hier doch um etwas Grundsätzliches. Die Gemeinde muss vorrangig ihre Infrastruktur wie Schulen, Kindergärten, -krippen, aber auch Straßen, Geh- und Radwege und Spielplätze etc. schaffen und erhalten. Dass da einiges im Argen liegt, ist insbesondere an sehr schlechten Straßen und Wegen erkennbar und spiegelt sich auch in den Meldungen zum Bürgerhaushalt wieder. Wenn reichlich Geld zur Verfügung stände, spräche doch gar nichts gegen die Finanzierung von Reitwegen. Eins meiner Enkelkinder reitet mit Begeisterung, und ich fördere das auch. Aber die Gemeinde hat € 37 Millionen Schulden. Kann dann ein Reitweg aus Steuermitteln finanziert werden?
Ich meine, wenn der Bürgerhaushalt einen Sinn haben soll, sollten ausgabenwirksame Vorschläge auch Ideen für Einsparungen beinhalten, denn noch mehr Schulden schaden unserer Gesellschaft insgesamt, da der künftige Kapitaldienst kaum noch Investitionen zulassen wird.

Liebe Vorkommentatoren;
im HU-Forum habe ich unter der Rubrik "Verwaltung/Politik" zum Thema Einnahmen/Steuern noch einige Aspekte zur Diskussion gestellt.

Ich finde den Kommentar von Sharouk sehr gut, dem kann ich mich voll anschliessen.
Zu den Kommentaren von Herrn Borchert, da bitte ich mal um Augenmaß, Sport gehört genauso zur Infrastruktur wie auch Schulen und Kindergärten. Die 37 Millionen Schulden und die auch damit verbundenen Zinsen und Tilgungskosten, die unsere Steuergroschen fressen, kommen häufig durch Fehler in der Vergangenheit aber auch in der Zukunft, (siehe u a. die alten Schwarzbücher des Bundes der Steuerzahler). Oft findet anstelle rechtzeitiger und damit günstiger Sanierung alter Infrastruktur lieber ein Luxusneubau statt, der am liebsten auch noch 3 Nummern zu groß ist. Altes zu erhalten und das rechtzeitig bevor der Verfall zu groß ist, wird heute ja nicht mehr gern gesehen.
Dazu das Thema Energetische Sanierung, meist sind die Sanierungsverfahren nicht ausgereift (da wird z.B. die Brandlast drastisch erhöht) und steht oft nicht in richtigem Verhältnis, Energieeinsparung zu Baukosten. Da sollte man nicht jeder Modeerscheinung hinterherrennen, sondern den gesunden Menschenverstand einsetzen.

Sehr geehrter Horseman_SH, ich stimme Ihnen ja zu, dass mancherorts Geld nicht sinnvoll ausgegeben wird. Aber das sind die menschlich bedingten Unzulänglichkeiten der BürgerInnen und ihrer demokratisch gewählten VertreterInnen. Darüber kann man u n e n d l i c h diskutieren und auch streiten, aber das wird nichts Wesentliches ändern, leider. Alter Spruch: "Wo gearbeitet wird, werden auch Fehler gemacht".

Sehr geehrter Herr Borchert,
da haben Sie recht, Wer arbeitet macht Fehler, aber es ist kein Weg durch noch mehr Steuern und Abgaben den einfachen Bürger noch mehr zu belasten. Nur damit die gewählten Bürger noch mehr Geld, das sie nicht haben ausgeben können. Besser wäre es das die gewählten Bürger mal in sich gehen und versuchen mit den vorhandenen Geld auszukommen, das muss jeder Bürger für sich ja auch lernen. Ich kann nicht immer mehr Kredite aufnehmen und Kaufen oder Bauen ohne klarzustellen ob ich mir das leisten kann. Meine Fehler werden auch nicht durch den Steuerzahler bezahlt sondern ich muss im schlimmsten Fall durch eine Privat Insolvenz lernen weniger Fehler zu machen und mit meinem Geld auszukommen.

ich kann Merci und auch den Bürgermeister von Preetz Herrn Schneider nur beipflichten.

Sehr geehrter Herr Horsemann_SH,
ich stimme Ihnen ja grundsätzlich zu, was die Prüfung der Ausgaben angeht. Aber wenn ich mir den Haushaltsplan durchsehe, finde ich keine Ausgaben, die man entscheidend kürzen könnte:
Straßenunterhaltung? Straßenbeleuchtung? Winterdienst? Schulen? Kindergärten? Krippen? Jugendarbeit? Sportförderung? Sozialausgaben? Personal? Kommunalpolitik? Einige Ausgaben sind auch rechtlich verpflichtend, da kann gar nicht gekürzt werden. haben Sie noch Ideen?

Sehr geehrter Herr Borchert,
ich habe mir den Haushaltsplan auch durchgesehen. Leider ist dieser Plan nicht detailliert genug um als Aussenstehender reele Sparmöglichkeiten zu erkennen. So könnte man höchstens die Rasenmähermethode nehmen und das wäre der Sache nicht gerecht.

Details ..., sind Schall und Rauch. Der Grundgedanke der "Pferdesteuer" ist z.B. gleich der "Kfz.-Steuer".
Darum geht es, und nichts anderes. Die Pferdesteuer scheint in unserer Region schlichtweg angebracht. Denn da wo Pferdefreunde fordern, müssen sie auch damit rechnen, dass sie für ihre Forderungen auch zur Kasse gebeten werden.

Das Reitwegenetz ist ein gefördertes landesweites Projekt, und nicht speziell von Henstedt-Ulzburger Reitern gefordert. Ähnelt doch sehr den Kunstprojekten, die unter Beteiligung mehrerer Partner für zig-tausende Euro auch in HU realisiert werden. Wenn es damit begründet wird, dass es der KFZ-Steuer ähnelt, brauchen wir auch ein Radfahrersteuer, eine Spielplatzsteuer, eine Sporttreibende-Sportplatznutzungssteuer, und die "Ich-gucke-mir-die-geförderten-Kunstwerke-an"-Steuer usw. Das in jedem dieser Fälle Ausweichlösungen gesucht und gefunden werden, liegt auf der Hand. Der Reiter zahlt schon Mitgliedsbeiträge an den Verein, die Reitstallbesitzer viele Steuern an die Gemeinde. Aus diesen Töpfen sollte doch zumindest etwas wieder an die Reiter zurückfließen

@Waikon
Entschuldigen Sie bitte meine Offenheit, aber Zerreden und Lamentieren ändert nichts an einem guten und zeitgemässen Vorschlag.

Welche vielen Steuern zahlt der Reitstallbesitzer an die Gemeinde? Das würde mich interessieren. Grundsteuer ja, die zahlen aber alle Grundeigentümer. Gewerbesteuer sicher nicht.
Was sonst? Was haben die Mitgliedsbeiträge mit Gemeindeabgaben zu tun? Kunst mit Reiten zu vergleichen ist doch sehr abwegig. Wenn unsere Gemeinde keine Schulden hat, Kindergärten, Schulen und Straßen in Ordnung sind, die Armut abgeschafft ist, dann kann man mit Steuergeld auch Reitwege schaffen,vorher nicht.

Mir geht es darum, dass die Pferdesteuer NICHT mit der KFZ-Steuer zu vergleichen ist! Denn es fordert ja auch niemand eine Abgabe von Radfahrern und Fußgängern für die Erhaltung oder Schaffung von Rad- und Fußwegen.
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Dass die Erhaltung oder Schaffung von Reitwegen finanziert werden muss, ist völlig klar. Und wenn die Gemeinden kein Geld haben, kann so etwas nicht aus dem Ärmel geschüttelt werden. Ob der Ausbau des Reitwegenetzes wirklich nötig ist bei einem so hohen Schuldenstand, sollte evtl neu durchdacht werden
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Den Vergleich mit dem Aufstellen von Kunstobjekten habe ich genannt, weil auch diese Projekte NUR realisiert wurden, weil sie vom Land/Kreis etc gefördert werden/wurden, und auch nicht unbedingt nötig oder für jeden nachvollziehbar. Vor allem, wenn von jedem Befürworter der Pferdesteuer genannt, erst Schulen, Kindergärten und Straßen saniert werden sollten. Dem stimme ich voll und ganz zu.
Aber wenn von einer Gruppe die Finanzierung ihrer Interessen gefordert wird, dann bitte durchgängig für alle Sportarten und Minderheiten.

Dieser Gedanke ist einfach nur traurig. Eine Sportart zu besteuern die dafür bekannt ist Kinder und Jugendliche zu fördern, Behinderten einen Weg zurück in die evtl noch mögliche Bewegung zu ebnen und nun die Besitzer dieser Therapietiere zu bestrafen? Ein toller Vorschlag.

Wie schon erwähnt, ist das geforderte Reitwegenetz ein landesweites Projekt und keines der HU Reiter, daher einfach nur eine weit hergeholte Begründung. Außerdem hat sicherlich niemand eine Priorisierung des Ausbaus vor anderen Sanierungen gefordert.

Außerdem traurig, daß die weltbesten sporterfolgreichen Reiter aus Schleswig-Holstein kommen, dann müssen wir doch dringend diesen Sport besteuern, damit der Nachwuchs noch mehr Steine in den Weg gelegt bekommt. Dann bitte auch Steuern für alle Sportler.

Wer Sport, Therapie, Landwirtschaft, Ausgleich versteuert, sollte auch darüber nachdenken, eine Steuer für Fußballer, Tennisspieler und Radfahrer zu erheben.
Der Reitsport ist unumgänglich mit der Landwirtschaft und deren Förderung verbunden.
Einer der größten Reitvereine der Umgebung hat u.A. in Henstedt-Ulzburg seinen Sitz, mit erfolgreichen Reitern und Pferden. Für die Entwicklung des Sports und deren damit verbundenem seelischen Ausgleich zahlreicher Jugendlicher ist dies ein absoluter Schritt zurück. Reiter und Pferde wandern eventuell ab. Zudem wird ab dem 1.1.2014 eine Umsatzsteuer von 20% auf Pferdepensionen anfallen. Ich denke viele Ställe werden dies 1:1 an die Pferdebesitzer oder Einsteller weitergeben. Damit ist meiner Meinung nach schon mehr als genug Zusatzbelastung!

Dazu ist noch zu sagen das die Reitwege auch noch zum Teil vom Land und der EU finanziert werden, der Anteil der Gemeinde ist recht klein. Da alle Reiter auch Steuerzahler sind habe sie genauso wie alle anderen Bürger auch ein Recht auf die entsprechenden Leistungen durch Bund, Land und Kommunen. Für unsere Steuerzahlungen haben wir laut Grundgesetz auch Rechte und dazu gehört auch eine Infrastruktur die durch die Kommunen, Land und Bund gewährleistet werden muss. Autofahrer, Radfahrer, Bahnbenutzer usw werden auch nicht extra für den Straßenbau,Bahnbau usw. mit Steuern belastet. Deshalb wäre eine Pferdesteuer noch zu den bisher von mir und den anderen Kommentatoren nicht gerechtfertigt und im Gleichbehandlungsprinzip nicht zulässig

Der Reiter zahlt Steuern für alles Mögliche wie der Nichtreiter. Damit ist ein Steuergleichstand gegeben. Auf die Idee Pferde (also ein Lebewesen) hinsichtlich etwaiger Besteuerung mit Sachen wie Autos etc. zu vergleichen würde ich nie kommen. Ich bin eindeutig gegen eine pauschal erhobene Pferdesteuer, wie sie ja beim Hund erhoben wird. Aus diesem Faktum, auch unter Beachtung einer möglichen steuerlichen Gleichbehandlung Hund/Pferd leite ich keine Grundlage für die Berechtigung einer Pferdesteuer ab. Hundebesitzer könnten das anders sehen. Mir geht es nur um das Junktim Steuermittel-für-Reitwege/Pferdesteuer. Also, wenn steuerfinanzierte Reitwege, dann Pferdesteuer erheben. Die Aspekte Freizeit und Sport treffen auch für Hunde zu, ebenfalls der therapeutische Einsatz für Menschen mit Verhaltensauffälligkeiten/Behinderung. Da wäre (Konjunktiv!) beim Pferd ebenfalls wie beim Hund eine Steuerbefreiung gegeben.
Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger kann man nicht auseinander dividieren. Wer Auto fährt, geht auch zu Fuß und fährt Fahrrad. In Verkehrsbereichen (insbesondere verkehrsberuhigten Zonen) benutzen alle Verkehrsteilnehmer den gleichen Raum.
Für Sport, Freizeit und Gesundheit hätte ich noch 2 Maßnahmenvorschläge, die aus Steuermitteln zu finanzieren wären:
1. 20km Asphalt-Rundkurs für Inline-Skating herstellen
2. Langlaufloipen im Winter machinell spuren und pflegen
Beide Sportarten sind für Menschen mit Arthrose-Gelenken, die nicht mehr joggen können, auf Grund der erschütterungsfreien Bewegungsabläufe gesundheitlich und therapeutisch hervorragend geeignet. Wenn jetzt noch entgegnet werden sollte, dass man bei diesen Sportarten stürzen kann, würde ich fragen, ob ein Sturz vom Pferd ausgeschlossen ist.

20 km Asphalt-Rundkurs für Inline-Skating von der Gemeinde fordern, die kostenlos genutzt werden soll, aber die Reiter sollen für nicht vorhandene Reitwege Pferdesteuern zahlen. Es gibt genügend ausgebaute Radwege die für Inline-Skating benutzt werden können. Reiter dürfen leider nur auf den öffentlichen Straßen reiten.
Eine Langlaufloipe wird bei genügend Schnee im Segeberger Forst (Hartenholm/Bockhorn) gepflegt.

Sehr geehrter Akkila, der Vorschlag Skating-Rundkurs ist im Konjunktiv verfasst und wird nicht gefordert, sondern ist nur ein Gedanke, der beispielhaft dazu anregen soll über den Sinn oder die Notwendigkeit steuerfinanzierter Maßnahmen für gesellschaftliche Minderheiten nachzudenken. Das Gleiche gilt für die Loipe. Woraus entnehmen Sie, dass ich für nicht vorhandene Reitwege Pferdesteuer vorschlage? Solche Absurdität ist nun völlig abwegig. Ich habe vorgeschlagen, wenn Reitwege mit Steuermitteln gebaut werden, dann soll eine Steuer erhoben werden. Lesen Sie sich bitte den obigen Text noch einmal durch.
Nebenbei, im Quickborner Forst (westlich Rhen) bestehen Reitwege, die wohl (vermutlich) die Forstverwaltung hergerichtet hat. Die Langlaufloipe im Segeberger Forst ist mir bekannt. Vielleicht kann man auch im Segeberger Forst reiten.....
Die vorhandenen Geh- und Radwege und Witschaftswege sind in einem miserablen Zustand (Hamburger Str., Norderstedter Str., Wilstedter Str., Timmhagen usw. Entsprechende Erneuerungen/Aspaltierungen sind bereits von Bürgern in diesem Forum vorgeschlagen worden, nicht für Inline-Skating, sondern für Fußgänger (Behinderte) und Radfahrer. Wenn dann die Erneuerungen kommen sollten(?? wers glaubt), hätte auch der Skater was davon.

Sehr geehrter Herr Borchert, Wie konnte ich das Wort "hätte" übersehen. Konjunktiv II.

Erschrocken haben wir vernommen, dass in der Gemeinde Henstedt-Ulzburg im Rahmen einer Bürgerbeteiligungsaktion das Thema „Einführung einer Pferdesteuer“ diskutiert wird.

Von einer solchen Pferdesteuer wären wir und unsere 15 Mitarbeiter als Einzelhandel für Reitsportzubehör in Henstedt-Ulzburg besonders betroffen und lehnen deshalb eine Pferdesteuer entschieden ab.

Wir mussten schon bei unserem MEGA STORE im hessischen Florstadt erleben, wie alleine die Diskussion um eine Pferdesteuer die Stimmung in den einschlägigen Verbraucherkreisen erheblich eintrübt und zu Konsumzurückhaltung bei unserer Produktpalette führt. Dort mussten wir Umsatzeinbußen hinnehmen, während unsere MEGA STORES in den anderen Bundesländern ein gesundes Wachstum aufweisen – auch am Standort Henstedt-Ulzburg.

Es sind nämlich nicht „die Reichen“, die unsere Kunden sind, sondern die jungen Frauen zwischen 15 und 35 Jahren, die sich ihr Hobby Reitsport oft hart erarbeiten müssen und dabei manchen Verzicht üben. Diese Kunden würden mit der Einführung einer Pferdesteuer sicher nicht sofort ihr Pferd abschaffen, könnten sich aber unsere Produkte nur noch im geringeren Umfang leisten. Das Ergebnis daraus wäre eine geringere Gewerbesteuer für Henstedt-Ulzburg und notgedrungen auch weniger Arbeitsplätze am Standort Henstedt-Ulzburg. Mittelfristig würden aber auch Pferde abgeschafft, d. h. nicht mehr ersetzt, und auch die Landwirte der dortigen Region würden dies spüren. Wir wissen mittlerweile, dass 4 Pferde einen Arbeitsplatz begründen und sichern.

Berücksichtigt werden sollte auch der Verwaltungsaufwand, der durch die Erhebung und Einziehung einer solchen Steuer entstehen würde. Hier darf ich auf die Erfahrungen aus Baden-Württemberg verweisen. Jahrelang mussten die Pferdebesitzer in den Ballungsgebieten eine Reitwegeschadensabgabe von € 100,-- pro Pferd und Jahr zahlen, bevor das Land erkannte, dass der Verwaltungsaufwand für die Abgabe die Einnahmen dieser Abgabe übersteigt. Erst dann wurde sie wieder abgeschafft.

Als Staatsbürger möchte ich noch darauf hinweisen, dass es in den meisten öffentlichen Haushalten kein Einnahmeproblem gibt, sondern ein Ausgabenproblem. Das Hamburger Umland profitiert derzeit sicher auch von den höchsten Steuereinnahmen, die es je bei uns gegeben hat.

Wir würden uns freuen, wenn unsere Argumente bei einer evtl. Entscheidung zu diesem Thema Berücksichtigung finden könnten.

Lassen Sie es nicht zu, dass die breite Basis unserer erfolgreichsten olympischen Sportart durch Maßnahmen wie eine Pferdesteuer geschwächt wird.

Krämer Pferdesport
Frank Schmeckenbecher

Sehr geehrte Krämer Pferdesport. Der Pauschalhinweis, dass in den meisten öffentlichen Haushalten ein Ausgabenproblem besteht, hilft uns hier vor Ort in HU nicht weiter. Wenn man als interessierter Bürger miterlebt, wie sich zur Zeit Verwaltung und Ausschüsse bemühen Ausgaben zu reduzieren, der weiß wie schwierig das ist. Allein 35 neue MitarbeiterInnen der Kitas und K.-Krippen müssen eingestellt und dafür Personalkosten getragen werden. Bei den Ausgaben wird z.B. ein Betrag von €78.000 für Honorarkräfte der Ganztagsschulen gestrichen, das ist die Realität.

@Krämer MEGA STO...

Ihr Zitat:
"Es sind nämlich nicht „die Reichen“, die unsere Kunden sind, sondern die jungen Frauen zwischen 15 und 35 Jahren, die sich ihr Hobby Reitsport oft hart erarbeiten müssen und dabei manchen Verzicht üben."

Wieso beschleicht mich nur der Gedanke, dass Sie die näheren Umstände, wie nun Ihre Kunden das Reitsporthobby genau finanzieren, gar nicht kennen können?