Anleinpflicht für Hunde im Bürgerpark umsetzen

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Für Henstedt-Ulzburg ist der Vorschlag: 
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Im Bürgerpark kommt es regelmäßig vor, dass Hunde nicht angeleint herumlaufen. Dadurch, dass dort auch Kinder "unangeleint" spielen, besteht das Risiko, dass etwas passiert.

Daher fordere ich eine Anleinpflicht im Bürgerpark, die dann auch durchgesetzt und vor allem kontrolliert wird.

Stellungnahme der Verwaltung: 

Mit der Ermächtigung aus § 17 Abs. 2 GefHG ist die Anordnung eines Leinenzwangs zusätzlich zu den gesetzlich geregelten Bereichen möglich. Bei dem Erlass einer Verordnung über die öffentliche Sicherheit nach § 175 Abs. 1 LVwG sind jedoch die grundsätzlichen Voraussetzungen für eine Maßnahme der Gefahrenabwehr und das pflichtgemäße Ermessen zu beachten. Im Einzelnen bedeutet dies, dass nur Maßnahmen getroffen werden können, um von der Allgemeinheit oder der einzelnen Person Gefahren abzuwehren, durch die die öffentliche Sicherheit bedroht wird. Dafür müssen Umstände vorliegen, die eine Gefahr für die Allgemeinheit begründen und durch die bestehenden Regelungen nicht ausgeräumt werden können. Die Maßnahme darf nicht zu einer Beeinträchtigung einzelner Personen oder der Allgemeinheit führen, die zu dem beabsichtigten Erfolg in einem offenbaren Missverhältnis steht.

Für eine zusätzliche Leinenpflicht im Bürgerpark ist zu prüfen, welche besonderen Gefahren bestehen und mit welchen Mitteln ihnen begegnet werden kann, da nach § 73 Abs. 3 LVwG grundsätzlich die Maßnahme zu wählen ist, die die Allgemeinheit und die einzelne Person am wenigsten beeinträchtigen. Diese Vorgaben werden von der Aufsichtsbehörde, die die Verordnung genehmigen muss, geprüft.
Die Verwaltung bemüht sich zurzeit um geeignete Flächen für eine Hundeauslauffläche in unmittelbarer Nachbarschaft zum Bürgerpark. Mit diesem Angebot wäre das berechtigte Interesse der Hundehalter, ihre Hunde frei laufen lassen zu können, erfüllt. Im Anschluss ist geplant, die konkreten Möglichkeiten für den Erlass einer Verordnung zu prüfen.
http://www.henstedt-ulzburg.sitzung-online.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1997
(VO/2014/0297)

Umwelt- und Planungsausschuss (24.11.2014)
Herr Gädigk erläutert die rechtlichen Möglichkeiten zur Anordnung eines Leinenzwangs. Auf die Beratungsvorlage wird verwiesen.

Die Verwaltung bemüht sich zurzeit um geeignete Flächen für eine Hundeauslauffläche in unmittelbarer Nachbarschaft zum Bürgerpark. Mit diesem Angebot wäre das berechtigte Interesse der Hundehalter, ihre Hunde frei laufen lassen zu können, erfüllt. Im Anschluss ist geplant, die konkreten Möglichkeiten für den Erlass einer Verordnung zu prüfen.
http://www.henstedt-ulzburg.sitzung-online.de/bi/to020.asp?TOLFDNR=9286

Status: 
wird geprüft

Kommentare

Absolut notwendig. Wir gehen mit unserem kleinen 3 Jahre schon nicht mehr in den Park. Die Hunde laufen auf die Spielplätze, und machen dort auch Ihr Geschäft. Dieser Zustand ist nicht tragbar.

Es lebe die Bevormundung des Bürgers!!!!!!

@Buche: würde der mündige Bürger sich auch als ein solcher benehmen, bräuchte er auch nicht bevormundet werden. Sie haben aber Glück, denn die, deren Aufgabe die Bevormundung ist, durchlaufen zur Zeit die 13. pubertäre Phase.

Zum Thema: ja, richtig, im Bürgerpark müsste regelmässig in kurzen Abständen (täglich) die Anleinpflicht kontrolliert werden.

Als Hundebesitzerin kann ich diesem Vorschlag leider! nur folgen. Allerdings würde ich mich über eine Alternative freuen. Der Hundeauslaufplatz der Gemeinde im Wald in Ulzburg Süd ist nicht akzeptabel. Verletzungsgefahr für Hund und Herr. Könnte man vielleicht einen Teil des Bürgerparks einzäunen?
Vielleicht den nebem der Schiessanlage? Dann könnten dort alle Hunde herumtoben und niemand würde belästigt werden.
Die Stadt Kaltenkirchen hat einen tollen Auslaufplatz. Groß, trocken, überschaubar.
Haben wir alternative Flächen?

Selbstverständlich war mein Kommentar auch so zu verstehen. Es muss Alternativen geben!!! Es gibt in HU viele Möglichkeiten mit dem Hund zu gehen. Für wen sind diese Parks gedacht? Soll hier das Sozialverhalten der Hunde oder der Halter trainiert bzw. befriedigt werden? Wenn ich als verantwortungsbewusster Halter in einen Park gehe, muss ich auch die Hinterlassenschaften (Flaschen, Papier, Kot u.a.m.) beseitigen. Die Halter müssen in die PFLICHT genommen werden!
Da gibt es einige Möglichkeiten, über die man noch diskutieren könnte.
Ich bin selbst Hundehalter. Würde ich mich in Parks oder Wohngebiete begeben wäre es selbstverständlich einen Beutel dabei zu haben. Gut das wir auch noch in der Natur leben, dort regelt es sich von selbst! Für das Hundetraining gibt es viele Plätze, die dafür eingerichtet werden.

Ich würde den Bürgerpark bei Anleinpflicht nicht mehr besuchen...und bin damit sicher nicht die einzige. Bei drei spielenden Kindern auf dem Spielplatz und fünfzehn spielenden Hunden auf dem Grün würde daher der Park ziemlich leer...bis auf die Spielplätze. In deren Bereichen könnt ich eine Anleinpflicht aber durchaus nachvollziehen.

@Lexlo: haben Sie sich nicht mal gefragt, warum da nur noch wenig spielende Kinder anzutreffen sind? Ich gehe da mit meinen Kindern schon seit langem nicht mehr hin, da meine Kinder beim spielen regelmäßig in die Hinterlassenschaften der freilaufenden Hunde getreten waren. Oftmals wurden Sie beim Spielen von den Hunden gejagt, was deren Herrchen ganz lustig fanden - halt nur nicht meine Kinder. "Die wollen doch nur mitspielen!" war die Aussage der Besitzer. Ob meine Kinder das auch wollten, war hierbei nebensächlich.

Ich habe nichts gegen freilaufende Hunde, sofern man den Kot mit Beuteln aufnimmt und die Hunde erzogen sind und auf Ihre Herrchen hören.

@Lexlo
Auf die, die Ihre Hunde nicht anleinen wollen, kann im Bürgerpark sehr gut verzichtet werden.
Ich würde auch gern mal wieder frei durch den Bürgerpark gehen wollen, ohne ständig auf Hundehinterlassenschaften achten zu müssen!

Ein genereller Leinenzwang widerspricht dem Tierschutzgesetz.
Ein Hundeführerschein, bzw. eine Sachkundeprüfung, die vor der Anschaffung eines Tieres abgelegt werden müsste, wäre vielleicht eine Lösung.
Dass es trotzdem immer Leute gibt, die sich nicht an Regeln des sozialen Lebens halten, wird immer so sein und gibt es auf ALLEN Ebenen!
Im Bürgerpark sind es nicht nur die Hundebesitzer, die den Park verdrecken. Flaschen, Scherben, Papier, Menschenkot (zu erkennen an Taschentüchern), vollgekotete Windeln, Grillreste etc. stammen nicht von Hunden, sondern von anderen netten Mitbürgern! Und auch Katzen gehen mit Vorliebe in Sandkisten (selbst gesehen) und es läuft kein Besitzer mit einer Tüte hinterher.

@Ulzburgerin
Leider argumentieren Sie mit Ihren Ausführungen am Thema vorbei.

Allerdings sprechen Sie anfänglich das Tierschutzgesetzt an. Es würde eine Anleinpflicht für Hunde im Bügerpark regeln. Das ist mir neu.
Welchem Passus im Tierschutzgesetzt ist denn dieser Umstand ihrer Meinung nach zu entnehmen?