Freie KITA-Plätze auf Internetseite zeigen

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Für Henstedt-Ulzburg ist der Vorschlag: 
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Ich hätte gerne, dass die Anzahl der freien Kindergartenplätzen auf der Gemeinde-Homepage aufgelistet wird. D.h., zu jedem Kindergarten sollten zu den vorhandenen Informationen auch die freien Plätze aufgelistet werden. Das wäre eine große Hilfe für die Suchenden.

Stellungnahme der Verwaltung: 

Im Rahmen des öffentlichen Dialogs zum Bürgerhaushalt wurde unter der laufenden Nr. 229 der Wunsch geäußert, dass auf der Homepage der Gemeinde zu jedem Kindergarten zu­sätzlich zu den vorhandenen Informationen auch die Anzahl der freien Kindergartenplätze aufgelistet wird. Dieses wird als große Hilfe für die Suchenden angesehen.

Die Informationen zu den Kindertagesstätten der Gemeinde werden bisher im Regelfall ein­mal jährlich für die Broschüre „Wir heißen Kinder, Jugendliche und Familien willkommen in Henstedt-Ulzburg“ und für die Homepage der Gemeinde überprüft und aktualisiert, und zwar jeweils zum neuen Kindergartenjahr (01.08. eines Jahres). Wesentliche Änderungen von Betreuungsangeboten werden auch zwischendurch aufgenommen.

Eine tagesaktuelle Liste über freie und belegte Kita-Plätze (U3/Krippe, Kindergarten und Hort) gibt es zzt. nicht. Die Verwaltung führt eine Excel-Liste, in der die monatliche Belegung für die einzelnen Gruppen und Einrichtungen zusammengefasst ist. Dem Ausschuss ist diese Liste aus dem Bericht der Kita-Belegung bekannt (zuletzt vorgelegt mit VO/2013/0330 zur KJA-Sitzung 25.11.2013).

Außerhalb des zentralen Vergabeverfahrens zum Beginn eines neuen Kindergartenjahres werden Kita-Plätze - sofern diese in der Wunscheinrichtung frei sind - direkt von den Kita-Leiterinnen vergeben. Nur die Leiterinnen kennen täglich ihre konkreten Belegungen.

Die Leiterinnen teilen der Verwaltung jeweils in der ersten Woche eines Monats die tatsächli­che Belegung im Vormonat mit. Etwa am 10. eines Monats kann somit über alle Einrichtun­gen und Gruppen Auskunft gegeben werden, wie viele Plätze belegt waren. Nicht berück­sichtigt ist dabei, welche Plätze für die Folgemonate möglicherweise schon vergeben sind oder ob und wann Plätze durch Kita-Wechsel oder den Umzug von Familien frei werden.

Nach § 4 Abs. 7 der Satzung über die Benutzung der Kindertagesstätten in der Gemeinde Henstedt-Ulzburg und über die Erhebung einer Benutzungsgebühr (Kindertagesstättensat­zung - Kita-Satzung) wird den Erziehungsberechtigten die Entscheidung über die Aufnahme eines Kindes in eine Kindertagesstätte in der Regel ca. 2-3 Monate vorher schriftlich mitge­teilt. Die Ausnahme bilden Aufnahmen, die schnell umgesetzt werden müssen, z.B. bei Zu­zug oder in dringenden Angelegenheiten.

Die Kindertagesstätten und die Verwaltung verfügen bisher noch nicht über eine gemeinsam nutzbare Software, in die diese Daten tagesaktuell und somit für beide Seiten und die Bür­gerinnen und Bürger ersichtlich eingetragen werden können.

Die Einführung einer Software zur Verbesserung des Kita-Platzvergabesystems ist bereits in Planung (siehe hierzu auch Rang 49, Vorschlag-Nr. 243, VO/2014/0044). Aus früheren Be­ratungen zu diesem Thema ist bekannt, dass die Umsetzung dieses Wunsches sowohl von Kita-Leiterinnen und Verwaltung als auch von der Politik befürwortet wird.

Bis zum Erwerb einer entsprechenden Software / Änderung des Vergabesystems könnte die o.g. Liste auf der Homepage hinterlegt werden. Allerdings müsste dieses mit dem ausdrück­lichen Hinweis erfolgen, dass sie nur Anhaltspunkte für mögliche freie Plätze bieten kann, da sich täglich Veränderungen ergeben und Platzzusagen für Folgemonate noch nicht berück­sichtigt sind.

Ob dieses für die Eltern dann tatsächlich hilfreich ist, müsste die Praxis zeigen. Bekannter-maßen können die Eltern ihr Kind nach § 7 Abs. 1 der Kita-Satzung nur in einer Kindertages­stätte anmelden und dabei zwei Alternativwünsche benennen. Auch wenn Eltern wissen, dass es zum geplanten Aufnahmetermin in ihrer Wunscheinrichtung keinen freien Platz gibt, melden sie üblicherweise ihr Kind trotzdem dort an. Wenn während eines Kindergartenjahres ein Platz benötigt wird und viele Gruppen voll sind, wird in Absprache zwischen Leiterinnen, Verwaltung und Eltern versucht, den geeignetsten Platz zu finden und im Einzelfall über eine Überbelegung zu entscheiden.

Bisher sind die Plätze bei den freien Trägern (Kirchen Ulzburg, Henstedt, Rhen, Lebenshilfe und DRK) noch nicht in der Liste enthalten, diese müssten ergänzt werden.

Der Ausschuss sollte entscheiden, ob die Verwaltung diese Liste als Übergangslösung auf die Homepage aufnehmen soll oder der Wunsch bis zur Einführung einer Software zur Ver­besserung des Kita-Platzvergabesystems zurückzustellen ist. Mit der Übergangslösung würde etwas mehr Aufwand für die Kita-Leiterinnen und die Verwaltung (Einhaltung Fristen zur Pflege der Daten einschl. freier Träger, Homepage-Pflege) entstehen. Kosten wären da-mit nicht verbunden.

In diesem Zusammenhang wird auch auf VO/2014/0044 zu Vorschlag Nr. 243, Rang 49, hingewiesen.

Der Antrag der SPD-Fraktion:

Die Verwaltung wird beauftragt, als Übergangslösung die vorhandene (zzt. monatlich aktuali­sierte) Excel-Liste mit verständlicherer Darstellung der verschiedenen Betreuungsangebote und unter Einbeziehung der Gruppen und Plätze in den Einrichtungen der freien Träger bis zur Ein­führung einer Software zur Verbesserung des zentralen Kita-Platzvergabesystems einschließlich einer möglichst tagesaktuellen Statistik über freie Plätze auf der Homepage zu veröffentlichen.

wird bei 4 Stimmen dafür (WHU-Fraktion, je 1 Mitglied der BFB- und SPD-Fraktion) mit 7 Stimmen dagegen (CDU-Fraktion, je 1 Mitglied der BFB-, FDP- und SPD-Fraktion) abgelehnt.

Status: 
abgelehnt

Kommentare

Insgesamt wäre es wundervoll, wenn das gesamte Thema transparenter gestaltet werden könnte.
Warum wird mir nicht erzählt, auf welchem Platz mein Kind auf der Warteliste steht? Warum ist nicht transparent, nach welchem Mechanismus die Warteliste aufgebaut ist?
Es scheint, nach meinem jetzigen Kenntnisstand nur und ausschließlich über das Alter des Kindes geregelt zu sein. Wann ich mein Kind angemeldet habe für einen Platz scheint nicht ausschlaggebend. Damit sichert eine frühe Anmeldung, die der Gemeinde Planungssicherheit gibt, leider keinen Platz. Das ist sehr enttäuschend für Eltern, die arbeiten möchten und deren Arbeitgeber auch mit ihnen planen möchte.